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Strövers Naturpaedblog » 2008

Archiv für die Kategorie ‘2008’

Wenn Kinder naturwissenschaftlich denken lernen

Samstag, 21. November 2009

Wenn Kinder eingeschult werden, darf man nicht den Fehler machen, sie als völlig “unbeschriebene Blätter” bzw. als “tabula rasa” zu sehen. Natürlich stehen sie am Beginn einer langen Schulkarriere und werden viel lernen müssen. Doch selbst 5 - 7-Jährige haben bereits eine Menge Theorien über “Gott und die Welt“.  Die Schwierigkeit besteht oft darin, dass kindliche Alltagskonzepte stark von den (natur-)wissenschaftlichen Konzepten, die an der Schule gelehrt werden, abweichen können. Spontan entwickelte Alltagskonzepte resultieren in der Regel aus den primären (eigene Wahrnehmung) oder sekundären (soziales Umfeld) Erfahrungen. Solche induktiv (Rückschluss vom Besonderen auf das Allgemeine) gewonnenen Theorien haben sich beim Kind einmal bewährt und werden nicht ohne Weiteres einfach so aufgegeben. Daher verwundert es nicht, wenn Kinder für Tests oder Klausuren zwar die naturwissenschaftlichen Konzepte formal richtig benutzen und angeben können, aber für ihren “Privatgebrauch” wieder ins ursprüngliche Denkmuster zurückfallen.

Schulisches, naturwissenschaftliches Lernen bedeutet das Hineinführen (= Prozess der Enkulturation) von Kindern in einen Kulturbereich, der vom Alltag der Kinder getrennt ist. Daher ist es notwendig, dass tatsächlich nur “enkulturierte” Personen, also Fachleute, Kinder in die Welt der Naturwissenschaft begleiten. So können langfristig naturwissenschaftliche Konzepte am besten vermittelt werden, die nach und nach individuelle Alltagstheorien ablösen. Solche Konzepte sind dann eher deduktiver Art (Rückschluss vom Allgemeinen auf das Besondere). Doch dieser Prozess verläuft sehr unterschiedlich, während manche Kinder schnell lernen, verharren andere wiederum in subjektiven Denkkategorien, und es geschieht sogar hin und wieder mal, dass Kinder auch einen “kognitiven Rückfall” erleiden oder im Gegenteil (unerwartet) “Sprünge” nach vorn machen.

Kinder haben prinzipiell ein recht konstantes Selbstbild. Dazu bringen sie subjektive, kulturell geprägte prototypische Vorstellungen und eigene Skripte mit. Während die Prototypen Merkmalszuschreibungen für Gegenstände oder Lebewesen (z. B. hält irgendein 5-jähriges Kind ein Wesen mit Fell und vier Beinen stets für einen Hund) meinen, beziehen sich die Skripte auf Merkmalszuschreibungen für Handlungsabläufe (z. B. wie man eine Puppe anzieht oder einen “richtigen” Kuchen backt).

Des Weiteren verfügen Erstklässler in der Regel auch über ein vollständig ausgebildetes Intelligenzprofil, das die linguistische, musikalische, mathematisch-logische, räumliche, körperlich-kinästhetische, soziale und intrapersonale Intelligenzbereiche umfasst. Dabei sind diese Bereiche jeweils unterschiedlich ausgeprägt und miteinander verflochten.  Erwachsene meinen jedoch nicht selten, Kinder seien weniger in der Lage, sich kognitiv anzustrengen. Dieser Eindruck rührt jedoch fälschlicherweise auch daher, dass Kinder nicht immer in der Lage sind, ihr Wissen entsprechend sprachlich auszudrücken.

Gerade eingeschulte Kinder denken oft noch in “schwarz-weiß”-Schemata. Entweder ist etwas z. B. “gut” oder “böse”, “schnell” oder “langsam”. Andererseits sind Kinder oft in der Lage, genau zu beobachten. “Kleinkariert” entdecken sie z. B. Ungereimtheiten oder sonstige Dinge, die den Lehrer schon mal ins Schwitzen bringen können. Doch wichtig ist für den Erwachsenen, sich nicht im “Klein-klein” der Kinder vollends zu verlieren und den Überblick zu behalten. Erste Ansätze zu metakognitivem Denken sind ebenfalls schon beim eingeschulten Kind zu beobachten. Dass Kinder also sich selbst Gedanken über ihr Denken machen können, ist nicht ungewöhnlich.

Schließlich verhält es sich so, dass zum Lernen überhaupt auch die Gefühlswelt dazugehört. Emotionen scheinen angeborene, biologische Basisfähigkeiten zu sein, die allerdings durch soziale Lernprozesse komplexer und vielschichtiger werden können. Offenbar ist ein Lernen ohne Emotionen (z. B. durch Hirnschädigungen verursacht) nicht möglich.

Kinder lernen besonders effektiv, wenn sie Lernen mit angenehmen Dingen verbinden: Kinder erleben den Kompetenzzuwachs als ein Gefühl der Stärke, durchschauen zunächst undurchschaubare Dinge auf einmal, erkennen nach und nach, das Schöne, Harmonische oder Gleichmäßige an etwas und fühlen sich schlicht in manchen Lernsituationen wohl. Je angenehmer das Lernen erlebt und in guter Erinnerung behalten wird, desto größer sind die Chancen, dass (auch lernschwache)  Kinder erfolgreiche(re) Lerner werden. Lernen macht idealerweise Spaß, wird nicht als mühsam empfunden. -

Dass viele Kinder allerdings im Laufe ihres Schullebens resignieren oder echten Hass auf manche Fächer entwickeln, zeigt, dass gute Schulbildung immer noch ein äußerst schwieriges Geschäft ist.

 

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Benutzte Literatur:

SCHNEIDER, Ilona; HRUBY, Antonie; PENTZIEN, Sabine: Experimente für kleine Forscher. Komplette Unterrichtseinheit für den naturwissenschaftlichen Anfangsunterricht. Donauwörth: Auer Verlag GmbH, 2008, S. 1-9.

Herbstliches

Sonntag, 18. Oktober 2009

Zwischen Birken ist der Rote Fliegenpilz bei feuchter Witterung oft anzufinden. Gerne verweise ich an dieser Stelle auf den Blogbeitrag des Vorjahres:

http://natur.paedblog.de/2008/10/10/roter-fliegenpilz-amanita-muscaria

Roter Fliegenpilz (Amanita muscaria)

Roter Fliegenpilz (Amanita muscaria)

 Fotografiert im Dortmunder Naturschutzgebiet Buschei [Dortmund Nord / Stadtbezirk Brackel / Scharnhorst, Größe ca, 77 ha

(Quelle der Angaben: http://www.umweltamt.dortmund.de/upload/binarydata_do4ud4cms/93/88/17/00/00/00/178893/nsg_buschei.pdf)]

 

Roter Fliegenpilz (Amanita muscaria)

 

Während der Foto-Aufnahmen hörte ich wieder unentwegt Schüsse. In der Nähe - mitten im Wald - befindet sich nämlich eine Schießanlage, die gerne von Hobby-Schützen genutzt wird. Wenn Sie die oben angegebene Pdf-Datei des Dortmunder Umweltamtes gelesen haben, wissen Sie, dass das Naturschutzgebiet vor einigen Jahren noch militärisches Sperrgebiet war.

 Roter Fliegenpilz (Amanita muscaria)

Schüsse  gehörten schon damals zur üblichen Geräuschkulisse und noch immer werden die Tiere des Waldes regelmäßig nach Feierabend oder am Wochenende durch lautes Knallen verschreckt. Leider kann sich der Betreiber der privaten Anlage noch immer auf eine alte Genehmigung berufen (vgl. http://www.umweltamt.dortmund.de/upload/binarydata_do4ud4cms/93/88/17/00/00/00/178893/nsg_buschei.pdf), die vielleicht hoffentlich bald ausläuft…

 Roter Fliegenpilz (Amanita muscaria)

Roter Fliegenpilz (Amanita muscaria)

Ihnen schöne (und ruhige) Herbsttage!

Erneuerter Biosiegel-Blogeintrag

Sonntag, 09. August 2009

Inzwischen wurde wieder der Blogeintrag über sehr gute Biosiegel erneuert:

Sämtliche Bilddateien sind nun wieder sichtbar:

http://natur.paedblog.de/2008/04/19/den-bio-siegel-dschungel-durchforsten

Gruß

Silvio Ströver

Archiv-Update schreitet voran!

Mittwoch, 31. Dezember 2008

Wie schon neulich berichtet, schreitet der Blogtransfer allmählich voran! Alte Blogbeiträge aus dem früheren “Insektumweltpaednetblog” werden nach einem Testdurchlauf ins (relativ) neue Naturpaedblog transferiert, das nun alle naturpädagogisch relevanten Blogbeiträge enthalten soll.

Im Archiv Juli 2008 finden Sie sämtliche Blogartikel aus der Reihe “The best of 30.05.2008″:  ;-)

Blogbeiträge über Scheinbockkäfer, Ameisen und Graue Fleischfliegen können Sie im Mai-2007-Archiv anklicken.

Artikel u. a. über die Radnetzspinne, über den Mistkäfer und auch über die Dungfliege können SIe in April-2007-Archiv nachlesen!

Viel Spaß dabei und ansonsten einen guten Rutsch ins neue 2009!

Silvio Ströver

Das große Krabbeln kommt…

Freitag, 19. Dezember 2008

Jedenfalls in kleinen Schritten!

Wie bereits angekündigt, werden in den kommenden Wochen frühere Blogbeiträge aus dem inzwischen nicht mehr weitergeführten “Insektumweltpaednetblog”  ins neugegründete Naturpaedblog transferiert.

Ein erster Beitrag ist hier zu finden:

http://natur.paedblog.de/2008/07/14/the-best-of-30052008-05-ruesselkaefer-curculionidae

Gruß

Silvio Ströver

Umweltbildungs-Links aus der Schweiz

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Header-Bildquelle: © http://silviva.ch

Eine interessante Linkssammlung zur schweizer Umweltbildung finden Sie hier:

http://silviva.ch/index.php?option=com_content&task=view&id=125&Itemid=184

Gruß

Silvio Ströver

Erstmals Besucherzahlen seit der Bloggründung am 01.07.2008!

Montag, 01. Dezember 2008

Erstmals werden auch hier, in diesem Naturpaedblog, statistische Angaben über Blogbesucher und weitere, interessante Naturpaedblog-Trends bekanntgegeben. Das neugegründete Naturpaedblog, welches das einst geführte “Umweltpaednetblog” abgelöst hatte, weist bei bis jetzt gezählten 12.305 (!!!) Besucher/-innen darauf hin, dass das Naturpaedblog mehr als gut besucht ist. Daher bin ich mir sicher, dass die Besucheranzahl erfreulicherweise weiterhin ansteigen wird.

Hier also die Trends für 2008 (bis zum 01.12.2008):

Seitenaufrufe:
Erfolgreiche Seitenaufrufe. Nicht erfolgreiche oder abgebrochene Aufrufe werden nicht gezählt.

1.1.2008 1 0
1.2.2008 2 0
1.3.2008 3 0
1.4.2008 4 0
1.5.2008 5 0
1.6.2008 6 0
1.7.2008 7 2.006
1.8.2008 8 6.840
1.9.2008 9 10.682
1.10.2008 10 10.550
1.11.2008 11 8.316

(Offizieller Blogstart: 01.07.2008)

Besucher des Naturpaedblogs:
Anzahl der Besucher. Wiederkehrende Besucher werden nicht doppelt gezählt.

1.1.2008 1 0
1.2.2008 2 0
1.3.2008 3 0
1.4.2008 4 0
1.5.2008 5 0
1.6.2008 6 0
1.7.2008 7 244
1.8.2008 8 1.727
1.9.2008 9 2.673
1.10.2008 10 4.075
1.11.2008 11 3.586

Insgesamt: 12305  Besucher

(Offizieller Blogstart: 01.07.2008)

Seiten pro Besucher
Zeigt die Anzahl der Seiten, die ein Besucher des Naturpaedblogs abruft.

1.1.2008 1 0,00
1.2.2008 2 0,00
1.3.2008 3 0,00
1.4.2008 4 0,00
1.5.2008 5 0,00
1.6.2008 6 0,00
1.7.2008 7 8,22
1.8.2008 8 3,96
1.9.2008 9 4,00
1.10.2008 10 2,59
1.11.2008 11 2,32

(Offizieller Blogstart: 01.07.2008)

Verweise:

Verweisende URLs
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1 www.google.de/search 195 39.71%
2 wordblog.eu/ping/ping.php 134 27.29%
3 paedblog.de/ 28 5.70%
4 www.google.com/search 23 4.68%
5 www.google.ch/search 15 3.05%
6 www.xn--strver-yxa.de/startseite.html 15 3.05%
7 www.google.at/search 11 2.24%
8 www.jobcoach.stroever.net/ 10 2.04%
9 images.google.de/imgres 4 0.81%
10 majestic12.co.uk/bot.php 4 0.81%

Verweisende Domains
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1 google.de 199 40.53%
2 wordblog.eu 134 27.29%
3 paedblog.de 50 10.18%
4 google.com 24 4.89%
5 xn--strver-yxa.de 19 3.87%
6 google.ch 15 3.05%
7 stroever.net 13 2.65%
8 google.at 11 2.24%
9 umweltpaed.net 5 1.02%
10 majestic12.co.uk 4 0.81%

Geographie:

Besucher-Provider
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1 googlebot.com 2.453 56.64%
2 kundenserver.de 811 18.73%
3 yahoo.com 305 7.04%
4 your-server.de 196 4.53%
5 einsundeins.de 136 3.14%
6 t-dialin.net 102 2.36%
7 arcor-ip.net 38 0.88%
8 t-ipconnect.de 38 0.88%
9 seed.net.tw 36 0.83%
10 icerocket.com 26 0.60%

Besucher-Domains
Anzeige der häufigsten Besucher-Domains.

1 com   - commercial, for-profit organizations 2.826 65.25%
2 de   - Deutschland 1.267 29.25%
3 net   - network infrastructure machines and organizations 159 3.67%
4 tw   - Taiwan, Province of China 36 0.83%
5 ch   - Switzerland (Confederation of) 16 0.37%
6 at   - Austria 11 0.25%
7 cz   - Czech Republic 2 0.05%
8 nl   - Netherlands (Kingdom of the) 2 0.05%
9 be   - Belgium 1 0.02%
10 br   - Brazil (Federative Republic of) 1 0.02%

Regionalstatistik
Deutschland
Postleitregionen der Besucher.

1 57   - Siegen 25.13%
2 38   - Braunschweig 7.46%
3 31   - Hannover 7.26%
4 30   - Hannover 4.64%
5 70   - Stuttgart 3.74%
6 29   - Celle 3.18%
7 44   - Dortmund 2.85%
8 24   - Flensburg/Kiel 2.36%
9 45   - Essen 1.68%
10 33   - Bielefeld 1.51%

Basis: 545 Ausgewertete Besucher

Regionalstatistik
Österreich
Postleitregionen der Besucher.

1 11   - Wien 19.88%
2 10   - Wien-Telegraphenzentralstation 14.12%
3 57   - Zell am See 9.38%
4 87   - Leoben 6.25%
5 75   - 6.19%
6 68   - Feldkirch 5.62%
7 83   - 5.25%
8 12   - Wien 5.06%
9 90   - Klagenfurt 5.00%
10 74   - Oberwart 4.31%

Basis: 16 Ausgewertete Besucher

Browser
Liste der verwendeten Browser.

1 Yahoo Robot 3.705 37.19%
2 Google Robot 2.804 28.14%
3 Mozilla 2.140 21.48%
4 Internet Explorer 1.032 10.36%
5 MSN Robot 227 2.28%
6 Alexa Robot 12 0.12%
7 Lynx 12 0.12%
8 Safari 12 0.12%
9 Netscape 10 0.10%
10 Ask Jeeves Robot 4 0.04%

Browser-Version
Anzeige der benutzten Browser und Versionsnummern.

1 Yahoo Robot (www.yahoo.com) 3.705 37.19%
2 Google Robot (www.google.com) 2.804 28.14%
3 Mozilla 5 1.999 20.06%
4 Internet Explorer 6.0 833 8.36%
5 MSN Robot (search.msn.com) 227 2.28%
6 Internet Explorer 7.0 179 1.80%
7 Firefox 2.0 118 1.18%
8 Firefox 1.5 17 0.17%
9 Internet Explorer 5.0 13 0.13%
10 Alexa Robot (www.alexa.com) 12 0.12%

Betriebssystem
Anzeige der benutzten Betriebssysteme.

1 Windows 2.483 98.53%
2 MacOS 19 0.75%
3 Linux 18 0.71%

Betriebssystem-Version
Anzeige der benutzten Betriebssystem-Versionen.

1 Windows XP 2.306 91.51%
2 Windows Vista 88 3.49%
3 Windows 2000 61 2.42%
4 MacOS 19 0.75%
5 Linux 16 0.63%
6 Windows 98 12 0.48%
7 Windows Server 2003 12 0.48%
8 Linux 2.0 2 0.08%
9 Windows 95/98 2 0.08%
10 Windows ME 1 0.04%

Häufigste Seiten
Anzeige der am häufigsten aufgerufenen Naturpaedblog-Seiten.

1 natur.paedblog.de/ 4.441 11.57%
2 natur.paedblog.de/wp-admin/admin-ajax.php 4.329 11.28%
3 natur.paedblog.de/wp-content/themes/default_de/images/header-img.php 1.559 4.06%
4 natur.paedblog.de/xmlrpc.php 1.474 3.84%
5 natur.paedblog.de/2008/07/22/weblog-fusion-in-kuerze/ 1.206 3.14%
6 natur.paedblog.de/robots.txt 1.129 2.94%
7 natur.paedblog.de/2008/08/27/manueller-blogtransfer/ 756 1.97%
8 natur.paedblog.de/wp-admin/media-upload.php 687 1.79%
9 natur.paedblog.de/feed/ 581 1.51%
10 natur.paedblog.de/wp-admin/index-extra.php 340 0.89%

Quelle: 1&1-Auswertung der Original-Logfiles

Viele Grüße an alle Naturpaedblog-Leserinnen und -Leser, :-)

Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge

Schnee von gestern

Dienstag, 25. November 2008

Gerade erst war noch alles weiß,… schon ist wieder mal Tauwetter angesagt.

Macht nichts. Wer allerdings Lust hat, auf Spurensuche zu gehen, sollte sich beeilen:

Literatur zur Spuren- und Fährtensuche gibt es reichlich.

Anhand der Spuren entdeckt man zum Teil auch solche Tiere, die man eher selten zu Gesicht bekommt, weil sie beispiels- weise nachtaktiv sind oder extrem scheu.

Natürlich gibt es viele, weitere Arten von Spuren. Beispielsweise lassen sich Fraßspuren an Baumrinden oder Blättern, Kot-Spuren, Fellreste (Gewölle) oder Federn vorfinden.  Des Weiteren können Nester oder Bauten (Wohnbauten) entdeckt werden

Also, auf in die Natur!

Gruß

Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge

Winterlandschaft wunderbar…

Montag, 24. November 2008

Der Winter

Der Winter ist ein rechter Mann,

kernfest und auf die Dauer;

Sein Fleisch fühlt sich wie Eisen an.

Er scheut nicht süß noch sauer.

Wenn Stein und Bein vor Frost zerbricht

und Teich’ und Seen krachen;

Das klingt ihm gut, das hasst er nicht,

dann will er sich totlachen. -

Sein Schloss von Eis liegt ganz hinaus

beim Nordpol an dem Strande;

Doch hat er auch ein Sommerhaus

im lieben Schweizerlande.

Da ist er denn bald dort, bald hier,

gut Regiment zu führen,

und wenn er durchzieht, stehen wir

und sehn ihn an und frieren.

.

.

Mathias Claudius

Zitiert aus:

Bald ist Weihnachten.

Die schönsten Lieder und Reime, Gedichte und Geschichten, Rezepte und Basteleien zur Weihnachtszeit.

Köln: Naumann & Göbel: 1983,  S. 47: Der Winter.

Wie der Winter wiederkam…

Freitag, 21. November 2008

Ganz allmählich zog es sich zusammen:

Und dann fiel der erste Schnee

Und wenn die Schneewind wehen

Und blasen durch den Tann

Es kann uns wenig g`schehen:

Wir habens Dach gerichtet

Mit Moos und Stroh verdichtet

Wohl denen, die ein Dach jetzt han

Wenn solche Schneewind wehen

.

BRECHT

.

.

.

Zitiert aus:

Das Weihnachtsbuch für Kinder. Mit Geschichten, Gedichten und Bildern. Ausgewählt von Elisabeth Borchers.  (insel taschenbuch 156) Frankfurt am Main: Suhrkamp Taschenbuch Verlag, 1997, S. 7.