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Strövers Naturpaedblog » Frühling

Archiv für die Kategorie ‘Frühling’

Endlich Föhrien!

Samstag, 08. Mai 2010

Und hier die angekündigte Fortsetzung:

Das “Fenster zur Nordsee” war der Start in meine “Föhrien”: Mit einer Fähre ging es zur Insel Föhr. Am Wyker Fähranleger angekommen, wurden wir Ankömmlinge begrüßt:

Willkommen auf Föhr (Copyright & Urheberrechte: Silvio Ströver)

Das ließ ich mir nicht zweimal sagen…

Ein erster “Haltepunkt” war der Glockenturm und Wahrzeichen der Stadt Wyk, die übrigens im August ihr Einhundertjähriges feiert, weil sie die einzige Gemeinde des Föhr-Amrum-Amtes ist, die Stadtrechte besitzt (http://www.amt-foehr-amrum.de/fg_wyk.htm).

Wyker Glockenturm (Copyright & Urheberrechte: Silvio Ströver)

Danach ging es mit einem ausgeliehenem Fahrrad in südwestliche Richtung der Insel weiter. Denn Föhr lässt sich bekanntlich gut mit dem umweltfreundlichen Bike erkunden, zumal eine Föhrer Broschüre mit dem Titel “Friesische Karibik” darauf hinweist, dass es ein bis zu 144 km ausgebautes Radwegenetz gibt. Interessanterweise finde ich allerdings im Heft “Land & Meer - Das Magazin für den Norden Deutschlands (Die Jahresausgabe 2010)” die Information, dass die Radwege sogar 440 km lang sein sollen. (Jeder möge die Daten am besten selbst per Fahrrad überprüfen…) ;-)

Die als “grüne Insel” bekannte Insel, die vor der Groten Mandränke (http://www.ndr.de/kultur/geschichte/nordsee128.html) bzw. vor 648 Jahren noch Festland gewesen war (http://www.foehr-digital.de/history.aspx), liegt heute relativ windgeschützt hinter den Inseln Amrum und Sylt, was man gut auf der folgenden Wikipedia-Karte sehen kann: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Nordfriesisches_Wattenmeer_D_JM.png&filetimestamp=20071216160700

 

Sehr wahrscheinlich ist das auch der Grund, weshalb die Vegetation dort etwas üppiger als auf den anderen, ungeschützteren Inseln ausfällt.

 

Föhr liegt inmitten einer ca. 450 km lang ausgedehnten Wattenlandschaft Schleswig-Holsteins. Dank der mühsam erkämpften Erklärung (vgl. STOCK, BERGMANN, ZUCCHI: 2007, S. 155) vieler dieser Küstengebiete zum Nationalpark im Jahre 1985 bietet diese einzigartige Wattenlandschaft seitdem über 250 Tier- und Planzenarten Schutz, gleichwohl nur wenige Gebiete für menschliche Besucher gänzlich gesperrt sind (http://www.foehr.de/insel/nationalpark-wattenmeer).

 

Föhr befindet sich zwar  - wie Sylt, Amrum, Pellworm und Nordstrand - außerhalb dieses Nationalparks  (vgl. STOCK, BERGMANN, ZUCCHI: 2007, S. 158-159), obwohl zwischen der Insel und dem Festland einige Abschnitte auch als Schutzzone 1 ausgewiesen wurden. Diese Stufe 1 bedeutet den höchstmöglichen Schutz für Seehundbänke, Brutkolonien, Mauserplätze für Zugvögel und für zentrale Gebiete mit Nahrung (vgl. STOCK, BERGMANN, ZUCCHI: 2007, S. 160).

 

Zusammen mit dem niedersächsischen Nationalpark und dem Hamburger Nationalpark bilden diese länderspezifischen Schutzgebiete einen zusammenhängenden Schutzraum, der - trotz früherer Befürchtungen - inzwischen sehr gut von allen Beteiligten angenommen wird. -

 

Die Fahrrad-Tour in Richtung Süd-West führte an  der ev. Sankt Nicolai-Kirche vorbei…

St. Nicolai-Kirche (Copyright & Urheberrechte: Silvio Ströver)

…bis nach Nieblum, einem schönen Friesendorf mit vielen reetbedeckten Häusern:

Reetbedecktes Haus in Nieblum (Copyright & Urheberrechte: Silvio Ströver)

Danach vorbei an der Borgsumer Mühle:

Mühle in Borgsum (Copyright & Urheberrechte: Silvio Ströver)

Kurz vor dem geplanten Strandbesuch konnte ich Ringelgänse, die zwischen Februar und Mai besonders häufig an der Nordseeküste anzutreffen sind (vgl. QUEDENS: 2005, S. 48 - 49), fotografieren. Diese Zugvögel machen Rast, um sich auf Salzwiesen und in der Süßwasser-Vegetation zu laben, sodass sie gestärkt zu ihren arktischen Brutplätzen weiterfliegen können.

Ringelgänse auf der Südseite von Föhr (Copyright & Urheberrechte: Silvio Ströver)

Fortsetzung folgt… Strandbilder gibt es in Kürze…

Gruß,

Silvio Ströver

Benutzte Literatur (Auszug):

STOCK, Martin; BERGMANN, Hans-Meier; ZUCCHI, Herbert: Watt. Lebensraum zwischen Land und Meer. Heide: Boyens Buchverlag, 2007.

QUEDENS, Georg: Natur erleben an der Nordsee und Ostsee. Was man alles am Strand finden und beobachten kann. München: BLV Buchverlag, 2005.

Happy Earthday 2010!

Donnerstag, 22. April 2010

Happy Earthday 2010 - Header: © http://www.earthday.de

Header: © http://www.earthday.de

Mit dem heutigen Earthday-Slogan grüße ich alle Naturpaedblog-Leser/-innen zum heutigen Earthday (”Tag der Erde”):
“Wir haben Lust auf grüne Zukunft!
Wir wollen klug verbrauchen, um nachhaltig zu leben!”

Ich fasse das mal so zusammen:

Umweltschutz macht Spaß, erfordert etwas Köpfchen und bringt Zukunft!

Klingt gut,

grüne Grüße!

Silvio Ströver

BR-Online: Mit Kindern naturpädagogisch arbeiten und “nebenbei” Vögeln jetzt helfen

Mittwoch, 07. April 2010

Header: © http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/zeit-fuer-tiere/

Header: © http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/zeit-fuer-tiere

Durch das Aufhängen von Nistkästen (nach dem Winter!) hilft man zig Vogelfamilien über die Runden, die zum Teil einfach nicht genug Baumaterialien (= Totholz) für ihren Nestbau finden können. Der menschliche Ordnungsdrang hat nämlich oft noch zusätzlich dafür gesorgt, dass Totholz (z. B. morsche Äste und Baumstämme etc.) im Lebensraum vieler Vögel stark reduziert wurde.

 Logo: © http://www.br-online.de

Logo: © http://www.br-online.de

An dieser Stelle berichtet das Bayrische Fernsehen von der naturpädagogischen Arbeit des Landesbunds für Vogelschutz in Bayern e. V. (LBV). Dieser Verband bemüht sich nicht nur erfolgreich, mit schon über 3000 Nistkästen den von der “Wohnungsnot” bedrohten Tieren zu helfen, sondern schafft es auch noch, Kinder für die Natur zu begeistern und so miteinzubinden! Eine gute Idee, die mehr Nachahmer/-innen finden sollte!

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Frohe Ostern!

Montag, 05. April 2010

Mit vielen sonnigen Grüßen aus dem grünen Ruhrgebiet* wünsche ich

allen Bloglesern und Blogleserinnen noch einen

schönen Ostermontag!

 

Narzisse

*Auf der oben angegebenen Webseite heißt es u. a.:

“Das Ruhrgebiet ist grüner als man so denkt. Etwa zwei Drittel des Reviers bestehen aus Wäldern, Wiesen, Feldern und Weiden. Noch nicht einbezogen die 4.200 Park- und 660 Kleingartenanlagen unterschiedlicher Größe.  (…) Die Waldflächen sind in den letzten Jahren durch die gezielte Rekultivierung der Berghalden und die natürliche Vegetationsabfolge auf den Industriebrachen sogar noch gestiegen…”

Quelle: http://www.scinexx.de/dossier-detail-226-7.html

Vierflecklibelle (Libellula quadrimaculata)

Dienstag, 02. Juni 2009

2009_05_31_64b_vierflecklibelle.JPG

Einst hat es riesige (z. B. 40 km lange und 6 km breite!) Schwärme (vgl. HECKER; HECKER: 2009, S. 120) von dieser Libellenart gegeben, heute trifft man diese eher in überschaubarer Zahl an: Es handelt sich hierbei um die Vierflecklibelle (Libellula quadrimaculata).

Während die Männchen häufig auf deutlich sichtbaren Blättern oder Halmen vorzufinden sind, verstecken sich die Weibchen gut. So vor den Männchen geschützt, haben auch Fotografen ihre Mühe, sie vor die Kamera zu bekommen. Daher ist es sicher nicht anders zu erwarten, wenn auch hier “nur” ein männliches Exemplar gezeigt werden kann. Diese Libelle wurde am 31. Mai im Dortmunder Westfalenpark aufgenommen. Das Insekt befand sich typischerweise dort, wo es stehendes Gewässer gab. Die Namensgebung weist auf den Umstand hin, dass die Vierflecklibelle vier weitere (dunkle) Flügel-Flecken aufweist, sodass insgesamt acht Flecken zu zählen sind (vgl. HECKER; HECKER: 2009, S. 120). Viele andere Libellen haben insgesamt nur vier Flecken. Somit ist dieses Merkmal auch für den Laien in Sachen Libellenbestimmung sehr hilfreich.

Ergänzend zum letzten Libellen-Blogeintrag weise ich darauf hin, dass zwischen Groß- und Kleinlibellen unterschieden wird. Großlibellen (Anisoptera) haben einen sehr stabilen Hinterleib und fliegen im Gegensatz zu den Kleinlibellen sehr wendig. Die Kleinlibellen (Zygoptera) sind sehr schmal und vergleichweise zart gebaute Tiere, die nur sich eher schlecht durch die Lüfte bewegen können. Ihre Flügel sind nicht wie bei Großlibellen zu den Seiten hin gespreizt, sondern sind nach hinten hin gefalten (vgl. HECKER; HECKER: 2009, S. 106).

Silvio Ströver

 2009_05_31_67b_vierflecklibelle.JPG

Benutzte Literatur:

HECKER, Frank; HECKER, Katrin: Was lebt in Bach und Teich? 250 Tiere und Pflanzen. Stuttgart: Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, S. 106-107, 120-121).

Pfingstrosen-Gruß

Montag, 01. Juni 2009

Mit einem Bild aus dem Dortmunder Westfalenpark grüße ich alle Naturpaedblog-Leserinnen und -Leser und wünsche frohe Pfingsten!

2009_05_31_86b_pfingstrosen.JPG

Silvio Ströver

Plattbauch-Libelle (Libellula depressa)

Samstag, 23. Mai 2009

2009_05_18_b_natur_28c_weibliche_plattbauchlibelle_.JPG

Diese gelb-braun gefärbte (daher weibliche!) Libelle trägt den wissenschaftlichen Namen “Plattbauch” (Libellula depressa). Schnell sieht der Laie, dass der breite Hinterleib dieser Libellenart  die Namensgebung beeinflusste. Interessanterweise fand ich diese Libelle häufig am gleichen Ort wieder und konnte sie in aller Ruhe fotografieren. Im Kosmos-Tierführer (2005) des Wilfried Stichmann und Erich Kretzschmar fand ich den Hinweis, dass der Grund darin liegt, dass es sich bei diesem Tier um einen sogenannten “Ansitzjäger” handelt (vgl. STICHMANN, Wilfried; KRETZSCHMAR, Erich: 2005, S. 294, Nr. 2).

“Ansitzjäger” heißen auch “Lauerjäger“, solche Tiere zeichnen sich dadurch aus, dass sie zum Teil gut getarnt an einem Ort verharren und geduldig auf Beute warten. Derart überrascht haben die zufällig herannahenden Beutetiere oft kaum eine Chance (vgl. Wikipedia: 2009: http://de.wikipedia.org/wiki/Lauerj%C3%A4ger).

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Diese Fotos entstanden am 18. und 23. Mai 2009 (Dortmund) am selben Ort, ich vermute, dass es sich hier um ein und dasselbe Exemplar handelt.

2009_05_23_025c_weibliche_plattbauchlibelle.JPG

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Benutzte Literatur:

STICHMANN, Wilfried; KRETZSCHMAR, Erich: Der Kosmos Tierführer. Über 1300 Farbfotos. Stuttgart: Franckh-Kosmos Verlag, 3. Auflage 2005, Seite 294-295.

Maikäfer, flieg…

Montag, 18. Mai 2009

 2009_04_18_a_maikaefer_01a.JPG

“Maikäfer flieg!
Der Vater ist im Krieg,
Die Mutter ist im Pommerland,
Und Pommerland ist abgebrannt.
Maikäfer flieg!”

Quelle:

http://de.wikipedia.org/wiki/Maik%C3%A4fer_flieg

 

Das traurige Volkslied von Johann Friedrich Reichhardt entstand offenbar während des 30-jährigen Krieges, der sich zwischen 1618 bis 1648 im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation ereignete. Verschiedene europäische Machthaber versuchten, die Vorherrschaft über dieses große Reich an sich zu reißen. Unter Europa stellte man sich damals eher eine Art Großreich vor, das nur von einem regiert werden sollte. Ein Nebeneinander von verschiedenen  Staaten kannte man noch nicht (vgl. http://www.uni-potsdam.de/u/geschichte/mdk/index.htm). Neben dem Kampf um eine neue Verfassung kämpften die Katholiken gegen die Evangelischen. Je länger dieser Krieg andauerte, desto größer wurde die Not der Bevölkerung. Besonders schlimm traf es das nördliche Brandenburg und Teile Pommerns und Mecklenburgs (vgl. http://www.uni-potsdam.de/u/geschichte/mdk/index.htm), wo wir wieder beim Lied angelangt sind. Es starben ca. zwei Drittel der Pommerschen Bevölkerung (vgl. http://www.dradio.de/dlf/sendungen/lyrikkalender/616545/), die Liedstrophe ist also wörtlich zu nehmen. Ob mit dem Lied im tieferen Sinne der nordisch-germanische Weltenbrand gemeint sei, ist nicht bewiesen (vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Weltenbrand). Doch letzten Endes steht dieses Lied für unendliches Leid, das sich Menschen einander zugefügt haben.

Seltsam, dass dieses Lied heute noch als “Schlaflied” bekannt ist. So zeigen sich noch in der Gegenwart Spuren eines Krieges, der schon 361 Jahre zurückliegt. - Die hier gezeigten Fotos eines Maikäfers sind bereits einen Monat alt, sie stammen vom 18. April 2009. Erstmals war es mir möglich, ein lebendes Exemplar zu beobachten. Überhaupt fand ich in diesem Jahr einige Maikäfer vor, die z. T. relativ bewegungslos auf dem Bürgersteig oder im Gras lagen. Erst nach einiger Rechereche fand ich heraus, dass die männlichen Maikäfer im Gegensatz zu den Weibchen nur wenig fressen, wenn sich im Frühjahr (April-Mai) aus dem Boden krabbeln. Alle drei bis vier Jahre treten Maikäfer vermehrt auf, viele Maikäfer-Weibchen fressen in den gefürchteten “Maikäferjahren” ganze Bäume kahl (vgl.HORN, Hans; KÖGEL, Friedrich: 2008, S. 62). Nach der Begattung im April bzw. Mai suchen Maikäfer-Weibchen Löwenzahn-Wiesen auf und legen ca. 60 bis 80 Eier ungefähr in einer Tiefe von bis zu 20 cm ab. Nach vier Wochen schlüpfen die Engerlinge, die noch weitere vier bis fünf (in Norddeutschland!) Jahre unterirdisch leben und sich von Wurzeln ernähren. Schließlich verpuppen sie sich zum August hin. Zum Herbst schlüpfen die nun ausgewachsenen Maikäfer, nur, um sich wegen des anstehenden Winters sich wieder schnell vergraben zu müssen. Wird es im folgenden Frühjahr wieder warm, krabbeln die Maikäfer aus dem Erdversteck (vgl. STICHMANN, Wilfried; KRETZSCHMAR, Erich: 2005, S. 404). Der Zyklus beginnt wieder von vorn: Die männlichen Käfer begatten die Weibchen, die danach die Futterquellen aufsuchen. Die Männchen sterben nach der Begattung schnell. Daher verwundert es nicht, dass man zum Teil recht viele Käfer tot oder wie tot auf dem Boden liegen sieht. Doch dieser Maikäfer entpuppte sich als (noch?) recht lebendig:

2009_04_18_a_maikaefer_02b.JPG

Nachdem ich ihn eine Weile beim Krabbeln beobachten (und fotografieren) konnte,…

2009_04_18_a_maikaefer_10a.JPG

…nahm er eine bestimmte Position ein (siehe Foto):

2009_04_18_a_maikaefer_17c.JPG

…und flog dann schnell fort:

2009_04_18_a_maikaefer_18b.JPG

 Ob auch dieser Käfer schon Geschichte ist?

Literatur-Tipp:

HORN, Hans; KÖGEL, Friedrich: Käfer. Merkmale, Vorkommen und Lebensweise.  München: BLV Buchverlag GmbH & C. KG, 2., durchgesehene Auflage, 2008.

STICHMANN, Wilfried; KRETZSCHMAR, Erich: Der Kosmos Tierführer. Über 1300 Farbfotos. Stuttgart: Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, 3. Auflage, 2005.

Feuerwanze (Pyrrhocoris apterus)

Donnerstag, 09. April 2009

2009_04_08_fruehling_18_feuerwanze_04b_.JPG

2009_04_08_fruehling_21_feuerwanze_07b_.JPGDie Feuerwanze (Pyrrhocoris apterus) kommt stellenweise gleich in Scharen vor: Bislang habe ich diese Wanzenart nur an einer Baumart feststellen können. Es handelt sich hierbei um Linden. Da es sich um eine kleine Allee handelt, die auch noch Teil eines Friedhofs ist, nahm ich - flüchtig geschaut - erst an, dass es sich um den sogenannten Totengräber-Käfer (Necrophorus vespillo) handelt, der sich tatsächlich auch von Aas ernährt, daher der Name. Aber nach näherem Hinsehen erkannte ich sofort die typische Wanzenform, die im Gegensatz zu einem Käfer nicht so deutlich segmentiert erscheint. Beim Käfer erkennt man sehr klar den Rumpf durch die Vorderflügel, die zu festen Flügeldecken geworden sind (vgl. BELLMANN: 1999, S. 20). Auch ist beim Käfer typisch ein erkennbarer “Nackenbereich”, der genauer mit “Halsschild” bezeichnet wird. Davon deutlich zu unterscheiden ist wiederum der Käferkopf. Auf der “Rückenmitte” befindet sich ein eher kleines Schildchen. Dagegen sind die Flügel der Wanzen sehr viel weicher, besonders zum Ende hin werden die Vorderflügel dünnhäutig wie die darunterliegenden Hinterflügel. Dadurch, dass dieVorderflügel auf dem Rücken nicht nebeneinanderliegen, sondern sich überlappen, bildet sich bei Wanzen farblich oft ein viereckiger dunkler “Schatten” ab. Die anfangs verhornten Vorderflügel entspringen - im Unterschied zum Käfer - einem sehr breiten Halsschild (vgl. BELLMANN: 1999, S. 19). Es schließt sich - anders als beim Käfer - ein relativ großes Schildchen auf der Rückenmitte an. Bei der Feuerwanze kann man das schwarze Dreieck auf dem Rücken als Schildchen identifizieren. Die verhornten Vorderflügel enden kurz unterhalb der schwarzen Punkte, daher die Schwarzfärbung (vgl. BELLMANN: 1999, S. 106). Wanzen gehören übrigens zu den saugenden Tierarten (und gehören damit zu den Schnabelkerfen), die meisten unter ihnen saugen Pflanzensäfte (vgl. BELLMANN: 1999, S. 18).

 Diese Fotos entstanden am 08.04.2009 in Dortmund-Asseln, die weißen Klümpchen sind Sandkörner. 2009_04_08_fruehling_20_feuerwanze_06b_.JPG

Beinahe an jeder Linde befanden sich einige Kolonien dieser Wanzen, die man auch oft nur an Sonnentagen so gut sehen kann. Laut Bellmann saugen diese Tierchen u. a. an den Samen dieser Bäume (vgl. BELLMANN: 1999, S. 106).

Silvio Ströver

Benutzte Literatur:

Bellmann, Heiko: Der neue Kosmos-Insektenführer. Über 1400 Fotos. Extra: Die wichtigsten Spinnentiere. (Kosmos Naturführer)
Stuttgart: Kosmos Verlag, 1999, S. 18-20, S. 106 - 107.

Frühlingsimpressionen

Montag, 06. April 2009

Busch-Windröschen (Anemone-nemorosa)

 

Fotos vom 04. April 2009 (Dortmund):

2009_04_04_b_fruehlingswald_27_b_busch-windroeschen.JPG

2009_04_04_b_fruehlingswald_30_b_busch-windroeschen.JPG

2009_04_04_b_fruehlingswald_32_b_busch-windroeschen.JPG

2009_04_04_b_fruehlingswald_36_b_busch-windroeschen.JPG

Busch-Windröschen (Anemone-nemorosa)

 

Fotos vom 06. April 2009 (Dortmund):

2009_04_06_b_wald_30_b_busch-windroeschen.JPG

2009_04_06_b_wald_31_b_busch-windroeschen.JPG

2009_04_06_b_wald_32_b_busch-windroeschen.JPG

 2009_04_06_b_wald_35_b_busch-windroeschen.JPG

Gruß,

Silvio Ströver