Pädagogisches Weblog:http://www.paedblog.de schon seit dem 01.11.2006

Pädagogisches Jobcoachblog: http://www.jobcoach.stroever.net seit dem 01.07.2008

(Mit allen importierten Beiträgen des früheren Berufswahlhilfeblogs vom 21.11.2006 - 01.07.2008)

Pädagogisches Naturpaedblog: http://natur.paedblog.de seit dem 01.07.2008

(Mit allen importierten Beiträgen des früheren Umweltpaednetblogs vom 15.11.2006 - 22.07.2008)

ströver.de: Das Original! Seit dem 16.05.2006

Strövers Naturpaedblog » Germanen

Archiv für die Kategorie ‘Germanen’

Entlang des Wikinger-Friesenwegs radelnd der Geschichte lauschen

Freitag, 09. Juli 2010

Wie ich kürzlich im Paedblog darauf hinwies, gibt es in Schleswig-Holstein die Alte Salzstraße, die die Familie bequem auch mit dem Fahrrad erkunden kann. Eine weitere umweltfreundliche Tour-Möglichkeit mit dem Rad bietet der Wikinger-Friesenweg, der ca. 170 km lang ist. Dieser Weg ist gespickt mit kulturellen Angeboten und mit einer schönen Besonderheit:

Entlang der Strecke, die die Nord- und Ostsee verbindet und zwischen St. Peter-Ording (http://de.wikipedia.org/wiki/Sankt_Peter-Ording) und Maasholm (Kreis Schleswig Flensburg / http://de.wikipedia.org/wiki/Maasholm) liegt, gibt es 60 Stationen, die mithilfe von Hördateien vorgestellt und erklärt werden. Entweder leiht man sich dazu ein Abspielgerät (Mp3-Player) aus oder lädt sich die Dateien vorab schon aus dem Netz kostenlos herunter:

http://www.wikinger-friesen-weg.de/audioguide-mp3.html

Logo: © http://www.wikinger-friesen-weg.de / Achten Sie während der Fahrt auf dieses Symbol!

Logo: © http://www.wikinger-friesen-weg.de /

Achten Sie während der Radtour auch auf dieses Symbol!

So macht das sportliche Lernen - vielleicht sogar mit der Schulklasse - Spaß, denn die ein- bis zweiminütigen Tracks beschreiben die jeweiligen Orte ziemlich gut, z. B. die Marschlandschaft an der Westküste oder die historischen Wikinger-Stätten an der Schlei.

Bevor ich mich selbst am Wochenende für zwei Wochen auf die Alte Salzstraße begeben werde, wünsche ich allen Naturpaedbloglesern und -leserinnen erholsame Sommerferien!

Gruß, Silvio Ströver

Benutzte Quelle:

sh:z Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag GmbH & Co. KG / http://www.shz.de/: Lust aufs Land: Tipps von Kennern und Adressen satt. Sonderveröffentlichung zu “Top Schleswig-Holstein 2010″, S. 12.

Roter Fliegenpilz (Amanita muscaria)

Freitag, 10. Oktober 2008

Der auffällige Fliegenpilz (Amanita muscaria)  gehört zu den bekanntesten Giftpilzen (Roter Fliegenpilz: Klasse: Basidiomycetes, Ordnung: Agaricales, Familie: Amanitaceae). Er gehört zu den gruppenbildenden Exemplaren, die zwischen Juni bis November fast überall (im Flachland und in bergigen Gegenden) im Unterholz des Waldes wachsen. Bei einer Pilzvergiftung verliert der Körper Flüssigkeit (Magen-Darm-Probleme, verstärkter Speichel- und Tränenfluss, schweißtreibende Wirkung). Der Pilz wirkt durch das Gift Muskarin wie ein Rauschmittel: Das Auftreten von Halluzinationen und ein Glücksempfinden, aber auch Krämpfe, können die Folge sein. Nicht selten fallen Vergiftete in einen anschließenden Tiefschlaf. Einige nordische Völker nutzten den Fliegenpilz traditionell für ihre Rituale (vgl. KÖNEMANN Verlagsgesellschaft mbH: 1999, S. 182 - 183).

Interessant ist hier der Umstand, dass durch den Verzehr von Fliegenpilzen altnordische Krieger zu gefährlichen Gegnern wurden. Sie hatten Schaum vor dem Mund, waren wie rasend, kannten keine Furcht und benahmen sich wie wild. Solche wildgewordenen Krieger wurden ehrfurchtsvoll als “die in Bärenhaut gehüllten”, also “Berserker” genannt! Manch ein Berserker bezahlte den Fliegenpilz-Genuss jedoch mit dem Tode (vgl. STRAAß: 2006, S. 160).

Und nun folgen einige Fotos, die ich heute in einem nahegelegenden Waldstück schoss…

Hierbei scheint es sich um einen recht alten Pilz zu handeln, da sein Hut (= Campanulat, vgl. KÖNEMANN Verlagsgesellschaft mbH:1999,  S. 8 ) bereits zerfällt.

Der zweite Fliegenpilz scheint ein jüngeres Exemplar zu sein. Dessen Hut ist noch weitestgehend intakt, zudem steht der Pilz noch schön aufrecht (im Gegensatz zum vorherigen Pilz).

Tipp: Klicken Sie einfach auf das jeweilige Foto, um eine größere Ansicht zu erhalten!

Gruß,

Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge

Benutzte Literatur:

KÖNEMANN Verlagsgesellschaft mbH: Der grosse Pilz-Atlas. Köln: Könemann Verlagsgesellschaft mbH, 1999, S. 8, S. 182 - 183.

STRAAß, Veronika: Das große BLV-Naturbuch. Tiere und Pflanzen entdecken, beobachten, erleben. München: BLV Buchverlag GmbH & Co. KG, 2006, S. 160.