Pädagogisches Weblog:http://www.paedblog.de schon seit dem 01.11.2006

Pädagogisches Jobcoachblog: http://www.jobcoach.stroever.net seit dem 01.07.2008

(Mit allen importierten Beiträgen des früheren Berufswahlhilfeblogs vom 21.11.2006 - 01.07.2008)

Pädagogisches Naturpaedblog: http://natur.paedblog.de seit dem 01.07.2008

(Mit allen importierten Beiträgen des früheren Umweltpaednetblogs vom 15.11.2006 - 22.07.2008)

ströver.de: Das Original! Seit dem 16.05.2006

Strövers Naturpaedblog » Gift

Archiv für die Kategorie ‘Gift’

Unappetitliches Schummeln

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Vor einiger Zeit wurde uns Verbrauchern (wieder mal) eröffnet, dass bei der Herstellung von Nahrung gerne geschummelt wird. Anstatt Käse gab es dann z. B. ein Kunstprodukt, das nichts mehr mit Käse gemein hatte. Auch die Frankfurter Rundschau berichtete  (am 25.09.2009) darüber und hat eine interessante Webseite zu diesem Thema gestaltet:

http://fr-online.de/mogelessen

Wohl bekommt’s

S. Ströver

Herbstliches

Sonntag, 18. Oktober 2009

Zwischen Birken ist der Rote Fliegenpilz bei feuchter Witterung oft anzufinden. Gerne verweise ich an dieser Stelle auf den Blogbeitrag des Vorjahres:

http://natur.paedblog.de/2008/10/10/roter-fliegenpilz-amanita-muscaria

Roter Fliegenpilz (Amanita muscaria)

Roter Fliegenpilz (Amanita muscaria)

 Fotografiert im Dortmunder Naturschutzgebiet Buschei [Dortmund Nord / Stadtbezirk Brackel / Scharnhorst, Größe ca, 77 ha

(Quelle der Angaben: http://www.umweltamt.dortmund.de/upload/binarydata_do4ud4cms/93/88/17/00/00/00/178893/nsg_buschei.pdf)]

 

Roter Fliegenpilz (Amanita muscaria)

 

Während der Foto-Aufnahmen hörte ich wieder unentwegt Schüsse. In der Nähe - mitten im Wald - befindet sich nämlich eine Schießanlage, die gerne von Hobby-Schützen genutzt wird. Wenn Sie die oben angegebene Pdf-Datei des Dortmunder Umweltamtes gelesen haben, wissen Sie, dass das Naturschutzgebiet vor einigen Jahren noch militärisches Sperrgebiet war.

 Roter Fliegenpilz (Amanita muscaria)

Schüsse  gehörten schon damals zur üblichen Geräuschkulisse und noch immer werden die Tiere des Waldes regelmäßig nach Feierabend oder am Wochenende durch lautes Knallen verschreckt. Leider kann sich der Betreiber der privaten Anlage noch immer auf eine alte Genehmigung berufen (vgl. http://www.umweltamt.dortmund.de/upload/binarydata_do4ud4cms/93/88/17/00/00/00/178893/nsg_buschei.pdf), die vielleicht hoffentlich bald ausläuft…

 Roter Fliegenpilz (Amanita muscaria)

Roter Fliegenpilz (Amanita muscaria)

Ihnen schöne (und ruhige) Herbsttage!

Zigarettenbaum

Samstag, 17. Oktober 2009

Auch eine kreative Idee, seinen Müll zu entsorgen:

2009_10_17_20b_zigaretten.JPG

Tja, soweit dazu.

Tag der Umwelt 2009

Freitag, 05. Juni 2009

Am diesjährigen Tag der Umwelt wird z. B. im Artikel “Ein Date mit unserem Planeten” von Anna Ripka u. a. wieder dazu aufgerufen, wenigstens einmal das Auto stehen zu lassen oder sonst irgendetwas zu unternehmen, was der Umwelt nicht schadet. Das heutige Motto heißt “Umweltschutz - für unsere Gesundheit” (Quelle: http://www.um.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/56898/). Wenn wir also nicht den Eigenwert der Natur erkennen, sollten wir wenigstens die Umwelt schonen, um letzten Endes uns selbst nicht zu schaden… Klingt bitter, aber natürlich können wir uns Menschen nicht einfach so von einer kranken Umwelt wegbeamen… jedenfalls noch nicht. Klar, dass eine verschmutzte und verseuchte Umwelt auch uns Menschen schädigt. Nun, andere halten es an diesem Tag ein wenig anders, sie proklamieren gleich jeden Tag als Umwelt(kinder)tag, was vielleicht nicht falsch ist. Doch warum sollten das nur Kinder so sehen? Manchmal glaube ich, dass gerade der Übergang ins Erwachsenenalter gleichzusetzen ist mit einer “Müllzeitperiode”. In keiner anderen Phase verliert der Mensch so viel Müll wie im besten Jugendalter. Es ist teilweise möglich, diverse Müllspuren einzelnen Jugendlichen zuzuordnen. Aber dennoch würde ich den Heranwachsenden nicht unbedingt empfehlen, sich die Erwachsenen als Vorbild zu nehmen. Hierzu ein nettes Beispiel aus dem Bereich Kernenergie. Vor genau 33 Jahren gab das Bundesministerium eine Broschüre “Kernenergie - Eine Bürgerinformation” heraus. Einige Auszüge sollen für sich sprechen:

 

“Anders als in einem Sprengsatz fehlt es jedoch in einem Reaktor an den Voraussetzungen für eine ungehemmte Kettenreaktion, die in kürzester Zeit lawinenartig anwächst und es zu einer Detonation führt. Denn dazu bedürfte es nicht nur eines Spaltstoffs aus fast reinem Uran-235 oder Plutonium-239, sondern auch eines Druckmantels, der den Spaltstoff für eine gewisse Zeit auf engstem Raum zusammenhält. In keinem Kernreaktor sind diese beiden Bedingungen erfüllt. Ein Kernreaktor ist deshalb keine ‘gezähmte Atombombe’. Auch bei einem Versagen technischer Einrichtungen kann es keine nukleare Explosion geben (vgl. BUNDESMINISTERIUM für Forschung und Technologie: 1976, S. 42) .”

 

“Auch wenn trotz dieser Sicherheitsmaßnahmen der Reaktor falsch gesteuert oder nicht geregelt würde, könnte es nicht zu einer Atom-Explosion kommen (vgl. BUNDESMINISTERIUM für Forschung und Technologie: 1976, S. 58) .”

 

“In der Bundesrepublik wird zur Lösung dieses (Einschub des Blogbetreibers: Abfall-) Problems ein Konzept verfolgt, daß die endgültige Lagerung weitgehend von menschlicher Betreuung und Bewachung unabhängig macht. Es gilt auch in anderen Ländern als optimal. Dieses Konzept umfaßt die Verfestigung der Abfälle und die Einlagerung in tiefliegende Salzstöcke (vgl. BUNDESMINISTERIUM für Forschung und Technologie: 1976, S. 85).”

 

“Die Wahl von Salzformationen als Endlager für radioaktive Abfälle ist im wesentlichen dadurch begründet, daß solche Salzstöcke bereits Millionen von Jahren ohne Verbindung zum Grundwasser existieren. Sie bieten somit hinreichende Sicherheit, daß die eingelagerten Abfälle nicht mit dem Lebensbereich von Mensch, Tier und Pflanzen in Berührung kommen (vgl. BUNDESMINISTERIUM für Forschung und Technologie: 1976, S. 86).”

 

Glücklicherweise gibt es Anbieter für all diejenigen, die sich Ökö-Strom ins Haus holen möchten. Doch bevor man auf unseriöse Anbieter reinfällt, informiert der mündige Leser sich lieber auf Webseiten von Umweltverbänden etc, wie z. B. Greenpeace:

 

 http://www.greenpeace-energy.de

 

 Einen schönen Umwelttag!

 

Silvio Ströver

Roter Fliegenpilz (Amanita muscaria)

Freitag, 10. Oktober 2008

Der auffällige Fliegenpilz (Amanita muscaria)  gehört zu den bekanntesten Giftpilzen (Roter Fliegenpilz: Klasse: Basidiomycetes, Ordnung: Agaricales, Familie: Amanitaceae). Er gehört zu den gruppenbildenden Exemplaren, die zwischen Juni bis November fast überall (im Flachland und in bergigen Gegenden) im Unterholz des Waldes wachsen. Bei einer Pilzvergiftung verliert der Körper Flüssigkeit (Magen-Darm-Probleme, verstärkter Speichel- und Tränenfluss, schweißtreibende Wirkung). Der Pilz wirkt durch das Gift Muskarin wie ein Rauschmittel: Das Auftreten von Halluzinationen und ein Glücksempfinden, aber auch Krämpfe, können die Folge sein. Nicht selten fallen Vergiftete in einen anschließenden Tiefschlaf. Einige nordische Völker nutzten den Fliegenpilz traditionell für ihre Rituale (vgl. KÖNEMANN Verlagsgesellschaft mbH: 1999, S. 182 - 183).

Interessant ist hier der Umstand, dass durch den Verzehr von Fliegenpilzen altnordische Krieger zu gefährlichen Gegnern wurden. Sie hatten Schaum vor dem Mund, waren wie rasend, kannten keine Furcht und benahmen sich wie wild. Solche wildgewordenen Krieger wurden ehrfurchtsvoll als “die in Bärenhaut gehüllten”, also “Berserker” genannt! Manch ein Berserker bezahlte den Fliegenpilz-Genuss jedoch mit dem Tode (vgl. STRAAß: 2006, S. 160).

Und nun folgen einige Fotos, die ich heute in einem nahegelegenden Waldstück schoss…

Hierbei scheint es sich um einen recht alten Pilz zu handeln, da sein Hut (= Campanulat, vgl. KÖNEMANN Verlagsgesellschaft mbH:1999,  S. 8 ) bereits zerfällt.

Der zweite Fliegenpilz scheint ein jüngeres Exemplar zu sein. Dessen Hut ist noch weitestgehend intakt, zudem steht der Pilz noch schön aufrecht (im Gegensatz zum vorherigen Pilz).

Tipp: Klicken Sie einfach auf das jeweilige Foto, um eine größere Ansicht zu erhalten!

Gruß,

Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge

Benutzte Literatur:

KÖNEMANN Verlagsgesellschaft mbH: Der grosse Pilz-Atlas. Köln: Könemann Verlagsgesellschaft mbH, 1999, S. 8, S. 182 - 183.

STRAAß, Veronika: Das große BLV-Naturbuch. Tiere und Pflanzen entdecken, beobachten, erleben. München: BLV Buchverlag GmbH & Co. KG, 2006, S. 160.

Gestern vor 22 Jahren: Tschernobyl

Sonntag, 27. April 2008

Bild eines “Tschernobylkindes” aus einer belarussischen Kunstschule (1998)

Tschernobyl (1986) ist lange her. Und manchmal habe ich den Eindruck, dass trotz der vielen humanitären Hilfen die radioaktiven Folgen der Reaktorkatastrophe vernachlässigt werden. Und vieles wird in Sachen Umweltschutz in Good Old Germany auch nur halbherzig angegangen, denn hierzulande setzt man wohl auch nicht wirklich auf den Ausbau der regenerativen Energie:

Kritischer sieht Rüdiger Rosenthal vom Umweltverband BUND das Vorgehen der Industrie. “Es ist natürlich gut, dass neue Kraftwerke gebaut werden, da sie wesentlich effizienter arbeiten”, sagte er. Doch vermisst er Investitionen in regenerative Energien. “Da sollte man noch einmal genauer hinschauen.”

Quelle:
http://www.wdr.de/themen/wirtschaft/
wirtschaftsbranche/energie/neuekraftwerke/index.jhtml

Ob es in Deutschland beim vereinbarten Atomausstieg bleiben wird, muss ebenfalls abgewartet werden. Immerhin gibt die Wirtschaft nicht nach, sodass zu befürchten ist, dass schwache Politiker wie z. B. Michael Glos (CSU) nachgeben werden. Natürlich muss es nicht so weit kommen, hoffen wir das Beste!

Für Kinder ist der Atom-GAU auf der folgenden Webseite gut erklärt worden, weshalb ich den folgenden Link empfehlen möchte:
http://www.wasistwas.de/wissenschaft/
alle-artikel/artikel.html?tx_ttnews%5Btt_news%5D=1731&cHash=b68b37dee0

Oder aber auch:
http://www.hanisauland.de/tschernobyl

Das war’s für heute,
Gruß,
Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge

WICHTIGER Nachtrag (vom 18.09.2008):

Der obenstehende Blogbeitrag befand sich zuerst im “Umweltpaednetblog”, das aus blogarbeitstechnischen Gründen inzwischen nicht mehr weitergepflegt wird. Daher wurde dieser Artikel ins neue Naturpaedblog transferiert. Heute (18.09.2008) habe ich nachträglich einige Aktualisierungen bzw. Korrekturen vorgenommen (Tags und Blog-Kategorien eingefügt, das Foto neu hochgeladen und den Text ergänzt).

Ab sofort werden meine diversen umweltpädagogisch-relevanten Blogbeiträge allesamt hier im Naturpaedblog erscheinen, das am 22.07.2008 gegründet wurde: http://natur.paedblog.de/2008/07/22/weblog-fusion-in-kuerze

Gruß, Silvio Ströver

Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus)

Samstag, 15. September 2007

Ein schöner immergrüner Strauch kann auch der Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus)  sein, den man als Sichtschutz in Form einer dichten Hecke pflanzen kann. Die dunklen bis schwarzen Beeren haben, so heißt es in der Wikipedia, beinahe giftfreies Fruchtfleisch, das in der Türkei gerne zu Marmelade verarbeitet würde (vgl. WIKIPEDIA: 2007, http://de.wikipedia.org/wiki/Kirschlorbeer).

Auf einer weiteren Internetseite wird ebenfalls darauf hingewiesen, dass das Fruchtfleisch im geringen Maße Gift enthalte: Für Mieter, die solche Giftsträucher im Garten und am Haus haben und deshalb um die Gesundheit ihrer Kinder fürchten, ist zu sagen, dass es offenbar kein Recht gibt, das dem Vermieter vorschreibt, den Kirschlorbeer aufgrund der Gesundheitsgefahr zu entfernen, so Nicola Quade im Elternforum (vgl. ELTERFORUM Kindersicherheit: 2007,
http://www.elternforum-kindersicherheit.de/ viewtopic.php?p=2805&sid=858cff5dc7012116d7e36f355b4af736).

Wenn auch die immergrüne Pflanze einen schönen Anblick bietet und guten Sichtschutz garantiert, ist inzwischen eher davon abzuraten, diesen Strauch zu kaufen und zu pflanzen, da er heimische Gehölze verdrängen kann und Tieren wenig Nahrung liefert. NABU Heinsberg weist darauf hin, dass es daher Sinn macht, bestehende Exoten bzw. Neophyten (ursprünglich in der heimischen Natur nicht vorkommende Neupflanzen) zusammen mit heimischen Sträuchern etc. anzupflanzen (vgl. NABU HEINSBERG: 2007, http://www.nabu-heinsberg.de/51005295c30dd8910/
51005295d10cb0d2e/index.html
), damit ein gesunder Ausgleich entstehen kann. Somit finden Vögel und andere Tiere weiterhin ausreichend Nahrung, was mit dazu beiträgt, die Natur vor Ort zu bewahren.

Sicher hat es immer wieder auch in der Natur Beispiele gegeben, die auch gezeigt haben, dass der “Pflanzen-Import” auch eine Bereicherung der bestehenden Landschaft sein kann. Doch nicht immer ist das der Fall. Beispielsweise ist die in Deutschland sehr beliebte Forsythie mit ihren gelben Frühlingsblüten ein Strauch, der insektenfeindlich ist. Insekten meiden seine Blüten, doch auch andere Tierarten können nicht viel mit diesem Strauch anfangen: Die Tabelle auf der entsprechenden NABU-Seite zeigt eindrücklich, dass keine einzige, heimische Vogelart von diesem Strauch profitiert, während z. B. die bekannte Vogelbeere 63 Vogelarten ernähren oder sonstwie von Vögel genutzt werden kann (vgl. NABU HEINSBERG: 2007, http://www.nabu-heinsberg.de/51005295c30dd8910/
51005295d10cb0d2e/index.html
).

Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge

Benutzte Literatur:

ELTERFORUM Kindersicherheit: Kirschlorbeer im Garten. 2007:
http://www.elternforum-kindersicherheit.de/ viewtopic.php?p=2805&sid=858cff5dc7012116d7e36f355b4af736

NABU HEINSBERG: Warum heimische Pflanzen? 2007, http://www.nabu-heinsberg.de/51005295c30dd8910/
51005295d10cb0d2e/index.html

WIKIPEDIA: Lorbeerkirsche. 2007, http://de.wikipedia.org/wiki/Kirschlorbeer

WICHTIGER Nachtrag (vom 17.09.2008):

Der obenstehende Blogbeitrag befand sich zuerst in einem meiner ersten Weblogs, die inzwischen nicht mehr existieren oder weitergepflegt werden. Daher wurde dieser Artikel ins neue Naturpaedblog transferiert. Heute (17.09.2008) habe ich nachträglich einige Aktualisierungen bzw. Korrekturen vorgenommen (Tags und Blog-Kategorien eingefügt, Fotos erneut hochgeladen).

Ab sofort werden meine diversen umweltpädagogisch-relevanten Blogbeiträge allesamt hier im Naturpaedblog erscheinen, das am 22.07.2008 gegründet wurde: http://natur.paedblog.de/2008/07/22/weblog-fusion-in-kuerze

Gruß, Silvio Ströver

Gemeine Zwergmispel (Cotoneaster integerrimus)

Samstag, 15. September 2007

Die “Gemeine Zwergmispel” (Cotoneaster integerrimus) ist ein kleiner Strauch, der gerade im Spätsommer schön aussieht und mit seinen roten Beeren den Herbst ankündigt. Diese Pflanze kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und Kleinasien und wird hierzulande sehr gerne, leider oft extrem großflächig, als Bodendecker in Parks und Gärten angepflanzt (vgl. STICHMANN; STICHMANN-MARNY: 1999, S. 66).

Lance Hattat beschreibt in seinem Buch über Gartenpflanzen allein sieben Cotoneaster-Arten, worunter sich auch Exemplare mit weißen Beeren befinden (vgl. HATTATT: 2005, S. 84). Der laubabwerfende Strauch ist mit seinen kleinen Beeren ein guter Vogelfutter-Lieferant.

Allerdings beinhalten seine Beeren etwas Gift, sodass ab einer Verzehrmenge von ca. zehn Beeren mit Brechreiz bei Menschen zu rechnen ist (vgl. BOTANIKUS.DE: 2007: http://www.botanikus.de/Beeren/ Zwergmispel/zwergmispel.html).

Auf der Webseite der Bonner Vergiftungszentrale erhalten Sie übrigens unter der Telefonnummer 0228-19240 professionelle Auskunft, wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Kind unter Vergiftungserscheinungen leidet (vgl. BONNER VERGIFTUNGSZENTRALE: 2007: http://www.meb.uni-bonn.de/giftzentrale).

Silvio Ströver, Dipl.Pädagoge

Hinweis:
Dieser Blogeintrag wurde am 22.09.2007 verfasst, aufgrund des Foto-Datums aber auf den 15.09.2007 rückdatiert.

Benutzte Literatur:

BOTANIKUS.DE: Zwergmispel - Cotoneaster spec. - Rosengewächse. 2007: http://www.botanikus.de/Beeren/Zwergmispel/zwergmispel.html.

HATTAT, Lance: 1000 Gartenpflanzen von A bis Z.
United Kingdom: Parragon Verlag, 2005, S. 84.

STICHMANN, Wilfried; STICHMANN-MARNY, Ursula: Der neue Kosmos Pflanzenführer. (Kosmos-Naturführer) Stuttgart: Kosmos Verlag, 1999, S. 204-205; S. 66 - 67.

ZENTRUM für Kinderheilkunde der Universität Bonn: Informationszentrale gegen Vergiftungen des Landes Nordrhein-Westfalen. 2007: http://www.meb.uni-bonn.de/giftzentrale.

WICHTIGER Nachtrag (vom 17.09.2008):

Der obenstehende Blogbeitrag befand sich zuerst in einem meiner ersten Weblogs, die inzwischen nicht mehr existieren oder weitergepflegt werden. Daher wurde dieser Artikel ins neue Naturpaedblog transferiert. Heute (17.09.2008) habe ich nachträglich einige Aktualisierungen bzw. Korrekturen vorgenommen (Tags und Blog-Kategorien eingefügt, Links neu angepasst und das Foto erneuert).

Ab sofort werden meine diversen umweltpädagogisch-relevanten Blogbeiträge allesamt hier im Naturpaedblog erscheinen, das am 22.07.2008 gegründet wurde: http://natur.paedblog.de/2008/07/22/weblog-fusion-in-kuerze

Gruß, Silvio Ströver

Südliche Springschrecke (Meconema meridionale)

Montag, 30. Juli 2007

Ende Juni 2007 habe ich Fotos eines grünen Insekts geschossen, das trotz näherer Betrachtung für mich kaum zuzuordnen ist.

Es könnte sich bei diesem Exemplar jedoch um eine Südliche Eichenschrecke handeln, die sich in Süddeutschland schnell ausbreiten (vgl. BELLMANN: 1999, S. 70) und zunehmend auch in weiteren Teilen Deutschlands Fuß fassen soll (vgl. STEINER: 2007, http://www.natur-in-nrw.de/HTML/Tiere/ Insekten/Heuschrecken/TH-24.html#).

Auf der Suche nach Informationen stieß ich u. a. auf eine interessante Webseite speziell für junge Leserinnen und Leser:

http://www.100tiere.de

Diese Seite ist aus umweltpädagogischer Sicht zu empfehlen, da Kinder nette Anregungen vorfinden, ihr Wissen über 100 heimische Tierarten zu testen und zu erweitern. Wöchentlich gibt es beispielsweise hier ein kleines Quiz: http://www.100tiere.de/gewinn/gewinn1.html - Ein Smiley :-) zeigt dann an, ob man die richtige Antwort gewusst hat.
Daneben gibt es weitere Spielmöglichkeiten: http://www.100tiere.de/raetsel/klick1.html und natürlich auch einen Buchtip: http://www.100tiere.de/buch/buch.html. Ob allerdings die Filmfunktion in Ordnung ist, kann ich leider nicht sagen. Leider hat es bei mir nicht geklappt, obwohl ich über den Media Player von Windows verfüge.  - Trotzdem ganz okay. :-)

Gruß,

Silvio Ströver

Benutzte Literatur:

Bellmann, Heiko: Der neue Kosmos-Insektenführer. Über 1400 Fotos. Extra: Die wichtigsten Spinnentiere. (Kosmos Naturführer)
Stuttgart: Kosmos Verlag, 1999, S. 70 - 71.

Nachtrag vom 11.01.2009:

Das frühere “Insektumweltpaednetblog” wird - wie vor einiger Zeit bereits angekündigt -nach einem längeren Testlauf nicht mehr weitergeführt. Die Blogbeiträge gehen daher ins neugegründete Naturpaedblog über. Folglich müssen Fotos neu hochgeladen und Links gegebenfalls repariert bzw. neu angepasst werden. -

Inzwischen habe ich bereits viele Blogeinträge im Paedblog-Archiv und im Jobcoachblog-Archiv überarbeitet, da auch hier durch eine Neustrukturierung der Bloginhalte oftmals angegebene Links nicht mehr aktuell waren. Zudem ermöglicht die neuere Wordpress-Weblogsoftware die Eingabe von Tags, mit deren Hilfe Blogbeiträge im Internet schneller wiedergefunden werden können. Des Weiteren ist der ein oder andere Blogbeitrag aus früheren - nicht mehr existierenden - Weblogs bzw. von älteren Webseiten entnommen worden dank der nicht-wirklich-funktionierenden Wordpress-Import-Funktion. Schließlich habe ich einige neue Blogkategorien gebildet, um Blogbeiträge thematisch besser zuzuordnen, damit diese schnell vom Blogleser in der Kategorie-Rubrik bzw. im Blogarchiv gefunden werden.

Ansonsten viel Spaß beim Stöbern im Naturpaedblog-Archiv!

Gruß,

Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge

Über den Wolken um jeden Preis?

Donnerstag, 12. Juli 2007


“Über den Wolken muss die Freiheit unendlich sein…”
Aber die Freiheit, über die Reinhard Mey einst sang, hört über den Wolken leider beim Umweltschutz empfindlich schnell auf. Fliegen zerstört unser Klima mehr, als uns allen Recht sein kann. Bloß, wieso eigentlich? Antropogene Einflüsse wie das Fliegen lassen den natürlichen Treibhauseffekt zum gefährlichen Treibhauseffekt mutieren, sodass sich die Welt ganz allmählich aufheizt.

Obwohl es schwierig ist, sichere und eindeutige Mittelwerte für die Klimadaten dieser Welt zu gewinnen, ist ein globaler Anstieg der Temperatur festzustellen, so Günter D. Roth in seinem Werk “Wetterkunde für alle” (vgl. ROTH: 2004, S. 222).

Es wird inzwischen ein erheblicher Temperaturanstieg um mehrere Grad bis zum Ende unseres Jahrhunderts vorausgesagt, was hauptsächlich durch sogenannte “strahlungsaktive Gase” (ROTH: 2004, S. 222) verursacht wird, wobei Staubpartikel und die Eigenschaft der Weltmeere, nur langsam auf Temperaturunterschiede zu reagieren, mit dazu beitragen, dass dieser Prozess der Erderwärmung etwas verlangsamt wird.

Somit dürfte die durch den natürlichen Treibhauseffekt zustandekommende Welt-Durschnittstemperatur, die derzeit 15 Grad Celsius beträgt, derart steigen, dass das (Über-) Leben vieler Lebewesen bedroht oder gar unmöglich sein wird


(vgl. ROTH: 2004, S. 23).

Gefährlicherweise bewirkt das Verbrennen von Kohle, Erdgas und Öl eine Intensivierung der Wasserverdunstung, die wiederum verantwortlich für die steigende Temperatur ist. In der Stratosphäre (siehe Skizze oben), also in einer Höhe von ca. 50 km, stieg der Wasserdampf-Anteil in den letzten 50 Jahren durch menschliche Einflüsse stark an. Als Beispiel führt der Autor den starkgewordenen Flugverkehr an, der sich allein in Deutschland von 1980 bis 1993 verdreifacht haben soll (vgl. ROTH: 2004, S. 222).

Germanwatch schreibt auf der folgenden Webseite http://www.germanwatch.org/rio/bpfl03-2.htm:

“Zusammenfassend kann man also sagen, dass, sofern keine langanhaltenden internationalen Konflikte eintreten, ein Wachstum des Luftverkehrs und damit auch ein Anwachsen des Ausstoßes an Treibhausgasen bevorsteht.

Zu berücksichtigen ist, dass technische Verbesserungen bzgl. einer Reduzierung des Energieverbrauchs oder durch die Umstellung auf andere Treibstoffe wie Wasserstoff den Anstieg der Treibhausgasemissionen des Flugverkehrs nicht werden aufhalten können. Dies hängt einerseits mit dem starken Wachstum dieser Branche zusammen und andererseits damit, dass ein Großteil der Emissionen in großer Höhe stattfinden (d.h. in der oberen Troposphäre und der unteren Stratosphäre). Das Verbrennen des Flugtreibstoffs führt wie erwähnt nicht nur zu CO2-Emissionen, sondern dabei entstehen außerdem Wasserdampf (der häufig in Kondensstreifen kondensiert und auch zur Bildung von Cirruswolken beiträgt), Stickoxide und Aerosole. Diese wirken sich in dieser Höhe zudem anders aus als direkt über der Erdoberfläche, indem sie das regionale Klima beeinflussen, und können dort folglich kaum durch Emissionsminderungen bei global wirkenden Treibhausgasen ausgeglichen werden.

Was heißt das für den Umweltschutz?

Wir als Verbraucher können natürlich unseren ganz persönlichen Beitrag dazu leisten, indem wir so wenig wie möglich mit dem Flugzeug unterwegs sind. Gleichzeitig müsste natürlich noch viel mehr geschehen, indem man den Luftverkehr stark reduziert, wie auch immer.
Um mal ein Gefühl dafür zu bekommen, wieviel CO2 ein Flugreisender produziert, kann man sich auf der Webseite von Atmosfair den Betrag ausrechnen lassen, indem man einfach den Start- und den Zielflughafen eingibt. Eine Flugreise nach z. B. Istanbul - vom Düsseldorfer Flughafen aus - würde bei Hin- und Rückflug 1060 kg CO2 ergeben. Und wenn man das mit anderen Emissionen vergleicht, ist das schon sehr viel:


Emissionen pro Passagier auf einem Hin- und Rückflug* - 1060 kg CO2
Betrieb eines Kühlschranks für ein Jahr, durchschnittlicher Strommix - 100 kg CO2
Jahresemissionen eines indischen Menschen - 900 kg CO2
Ein Jahr Autofahren (Mittelklassewagen, 12.000 km) - 2.000 kg CO2
Klimaverträgliches Jahresbudget eines Menschen - 3.000 kg CO2

*Emissionen des ganzen Flugzeugs geteilt durch die Anzahl der Passagiere an Bord. Flugzeugabgase bestehen nicht nur aus CO2. Die verschiedenen Emissionen sind hier umgerechnet auf die derzeitige Erwärmungswirkung der entsprechenden Menge an CO2-Emissionen.

Quelle:
https://www.atmosfair.de/
index.php?id=30&L=0&start=D%FCsseldorf&ziel=
Istanbul&submit.x=1&submit.y=10&submit=Go

Zumindest bietet Transfair an, die vom Flugwilligen an sie bezahlte freiwillige Gebühr so einzusetzen, dass Klimaschutzprojekte unterstützt werden. Schalten Sie dazu heute Abend Nano ein (18:30 Uhr in 3SAT*), um sich tiefergehend zu informieren und besuchen Sie die Webseite von Transfair!


Für meinen Teil habe ich mir überlegt, zukünftig billige Flugreisen möglichst zu meiden und eher nach alternativen Reiserouten Ausschau zu halten.

Vielleicht ist Ihnen das Klima auch etwas mehr wert, als eine billige Flugreise?
Es wäre schön, den nachfolgenden Generationen auch eine lebenswerte Welt zu hinterlassen,
Gruß,
Silvio Ströver

Benutzte Literatur:

German Watch: 2 Entwicklung der Luftfahrt und Konsequenzen für das Klima, http://www.germanwatch.org/rio/bpfl03-2.htm, gelesen 2007.

Günter D. Roth: Wetterkunde für alle. Wolkenbilder und andere Wetterphänomene, Wettervorhersage, Großwetterlagen. (Der Wetter-Klassiker) München, Wien, Zürich: BLV Verlagsgesellschaft mbH, 11. durchgesehene Auflage, 2004.

Fernseh-Tipp:
Heute Abend um 18:30 auf 3SAT
nano
Die Welt von morgen
Moderation: Stefan Schulze-Hausmann
- Reiselust statt Klimafrust
Beim Urlaub machen spielt Umweltschutz meist keine Rolle
- Sonnenschutz beim Erbgut
Wie sich das Leben gegen die Sonne behauptet

WICHTIGER Nachtrag (vom 16.09.2008):

Der obenstehende Blogbeitrag befand sich zuerst in einem meiner ersten Weblogs, die inzwischen nicht mehr existieren oder weitergepflegt werden. Daher wurde dieser Artikel ins Naturpaedblog transferiert. Heute (16.09.2008) habe ich nachträglich einige Aktualisierungen bzw. Korrekturen vorgenommen (Tags und Blog-Kategorien eingefügt, Fotos erneut hochgeladen).

Ab sofort werden meine diversen umweltpädagogisch-relevanten Blogbeiträge allesamt hier im Naturpaedblog erscheinen, das am 22.07.2008 neu gegründet wurde: http://natur.paedblog.de/2008/07/22/weblog-fusion-in-kuerze

Gruß, Silvio Ströver