Archiv für die Kategorie ‘Sehenswert!’
Sonntag, 27. Dezember 2009
Folgende Links zur Waldpädagogik habe ich für Sie recherchiert:

Header-Bild: © http://www.labbe.de
LABBÉ GmbH, HRB 40029 Amtsgericht Köln
Geschäftsführer: Micha Labbé, Ruth Labbé
Im Wald:
http://www.labbe.de/zzzebra/index.asp?themaid=549
Kindergartenpädagogik - Online-Handbuch -
Herausgeber: Martin R. Textor
Der Waldkindergarten
Sandra Schaffert:
http://www.kindergartenpaedagogik.de/1216.html
Kindergartenpädagogik - Online-Handbuch -
Herausgeber: Martin R. Textor
Mit Kindern in den Wald - der Waldkindergarten Fuchsbau
Christa Rupp:
http://www.kindergartenpaedagogik.de/1928.html
Logo:
Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V.
Bundesverband
Meckenheimer Allee 79
53115 Bonn
Hintergrundinformationen zum Thema “Waldkindergärten”
http://www.sdw.de/projekte/waldkindergaerten
bzw. http://www.sdw.de

Logo: © http://www.treffpunktwald.de
Treffpunktwald.de: Wald bildet:
http://www.treffpunktwald.de/wnkat.php?wnkat=4
Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge
Tags:2009, Bildung, Fortbildung, Links, Natur, Strövers Naturpaedblog, Tipp, Wald, Waldpädagogik, Weiterbildung, Wissen
Veröffentlicht in 2009, Arbeitsgemeinschaft Natur und Umweltbildung, Aufklärung & Prävention!, Bildung, Erwachsenenbildung, Fauna, Forschung und Wissenschaft, Forstwirtschaft, Förster, Für einen guten Zweck, Im Wald, Jugendarbeit, Kinderarbeit, Lebensraum, Lesenswert, Links, Logo:© Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V. Schutzge, Nachhaltigkeit, Natur, Naturpädagogik, Naturschutz, Naturschutzgebiet, Pädagogik, Pädagogik der Frühen Kindheit, Pädagogik der Kindheit, Sehenswert!, Spielerisch die Natur erkunden!, Strövers Seiten, Tierschutz, Tipp, Treffpunktwald.de, Umweltbildung, Umweltpädagogik, Verbraucher, Verlag, Wald, Waldpädagogik, Weiterbildung, Wissenstipps, für Kinder | 1 Kommentar »
Samstag, 19. Dezember 2009

An den Winter
Willkommen, lieber Winter,
Willkommen hier zu Land!
Wie reich du bist, mit Perlen
Spielst du, als wär’ es Sand!
Den Hof, des Gartens Wege
Hast du damit bestreut;
Sie an der Bäume Zweige
Zu Tausenden gereiht.
Dein Odem, lieber Winter,
Ist kälter, doch gesund;
Den Sturm nur halt’ im Zaume,
Sonst macht er es zu bunt!
Kulmann, Elisabeth (1808-1825)
Quelle: http://www.garten-literatur.de/Leselaube/kulmann_winter.htm

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Einen schönen 4. Advent und einen guten Start in den Winter
wünscht Ihnen Silvio Ströver!
Tags:2009, Amsel, An den Winter, Asseln, Baum, Beginn, Beobachtung, Biologie, Dortmund, Eis, Elisabeth, Feld, Foto, Fotografie, Frost, Gedicht, Impressionen, Kulmann, Lyrik, Natur, Schnee, Strövers Naturpaedblog, Vögel, Vogel, Weißdorn, Weihnachten, Winter
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Sonntag, 18. Oktober 2009
Zwischen Birken ist der Rote Fliegenpilz bei feuchter Witterung oft anzufinden. Gerne verweise ich an dieser Stelle auf den Blogbeitrag des Vorjahres:
http://natur.paedblog.de/2008/10/10/roter-fliegenpilz-amanita-muscaria


Fotografiert im Dortmunder Naturschutzgebiet Buschei [Dortmund Nord / Stadtbezirk Brackel / Scharnhorst, Größe ca, 77 ha
(Quelle der Angaben: http://www.umweltamt.dortmund.de/upload/binarydata_do4ud4cms/93/88/17/00/00/00/178893/nsg_buschei.pdf)]

Während der Foto-Aufnahmen hörte ich wieder unentwegt Schüsse. In der Nähe - mitten im Wald - befindet sich nämlich eine Schießanlage, die gerne von Hobby-Schützen genutzt wird. Wenn Sie die oben angegebene Pdf-Datei des Dortmunder Umweltamtes gelesen haben, wissen Sie, dass das Naturschutzgebiet vor einigen Jahren noch militärisches Sperrgebiet war.

Schüsse gehörten schon damals zur üblichen Geräuschkulisse und noch immer werden die Tiere des Waldes regelmäßig nach Feierabend oder am Wochenende durch lautes Knallen verschreckt. Leider kann sich der Betreiber der privaten Anlage noch immer auf eine alte Genehmigung berufen (vgl. http://www.umweltamt.dortmund.de/upload/binarydata_do4ud4cms/93/88/17/00/00/00/178893/nsg_buschei.pdf), die vielleicht hoffentlich bald ausläuft…


Ihnen schöne (und ruhige) Herbsttage!
Tags:2008, 2009, Agaricales, Amanitaceae, Basidiomycetes, Buschei, Dortmund, Fliegenpilz, Gift, Herbst, Impressionen, Naturfotografie, Naturschutz, Nord, Pilz, Roter Fliegenpilz, Scharnhorst, Schießanlage, Stadtbezirk Brackel, Strövers Naturpaedblog, Umweltamt, Weblog
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Sonntag, 09. August 2009
Inzwischen wurde wieder der Blogeintrag über sehr gute Biosiegel erneuert:
Sämtliche Bilddateien sind nun wieder sichtbar:
http://natur.paedblog.de/2008/04/19/den-bio-siegel-dschungel-durchforsten
Gruß
Silvio Ströver
Tags:2008, 2009, Aktualisierung, Ökolabel, Ökosiegel, Biolabel, Biosiegel, Blogtechnisches, Label, Siegel, Ströver, Strövers Naturpaedblog, Update, Wordpress
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Donnerstag, 11. Juni 2009

Bild: © http://www.bzga.de
Umweltpädagogen und all diejenigen, die in der Bildungsarbeit mitwirken, haben die Möglichkeit, sich ein interessantes Medium zu bestellen. Es handelt sich um ein Buch mit dem Titel “Lärm und Gesundheit (5.-10.)”
Auszug der Webseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA):
“Sachinformationen und Vorschläge zur Behandlung der Themen Lärm und Ruhe finden in den Klassen 5 bis 10,
inklusive einer DVD mit Lehrfilm und Bildschirmexperimenten und einer Audio-CD mit 42 Hörbeispielen”
Quelle:
http://www.bzga.de/?uid=d7437bb387b29fb8c2773f9e0d7458c9&id=medien&sid=6&idx=113
Gut ist der Ansatz, Lärm an sich nicht zu verteufeln, sondern ganz klar zu sagen, dass etwas Lautes auch durchaus positiv gesehen werden kann. Denn auch in der Natur sind gerade Geräusche und Stimmen Ausdruck des Lebendigen, es findet Kommunikation statt. Ebenso gehört es zum Menschsein dazu, dass es mal laut zugehen kann, als Ausdruck des menschlichen Daseins und der Lebensfreude. Wo Lautstärke jedoch gewisse Grenzen überschreitet und damit das Ökosystem und auch die menschliche Gesundheit gefährdet, sollte Einhalt geboten werden. Aus umweltpädagogischer (und arbeits-/medizinischer) Sicht gehört also das Wissen um Lärm und Ruhe unbedingt dazu, weswegen ich diese Webseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hier empfehlen möchte:
http://www.bzga.de/?uid=d7437bb387b29fb8c2773f9e0d7458c9&id=medien&sid=6&idx=113
Weitere interessante Links zu diesem Thema aus dem Internet:
Bllv.de: Akustik in der Schule. [PDF] http://www.bllv.de/cms/fileadmin/Dateien/Land-PDF/Aktion/Laerm/BLLV_Laerm_2009_1_10.pdf
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin: Lärm und Akustik. http://www.baua.de/de/Themen-von-A-Z/Laerm-und-Akustik/Laerm-und-Akustik.html?__nnn=true&__nnn=true
http://www2.mediclin.de: „Das war früher Musik in meinen Ohren“. Kindergärtnerinnen sind besonders Tinnitus-gefährdet. http://www2.mediclin.de/aktuell/pressearchiv/2006/presse_060616.php
Forumgesundheit.at: Jugendlichen schadet Lärm am Arbeitsplatz. http://www.forumgesundheit.at/portal/index.html;jsessionid=EDB771D2FEAD0AC38D0CB10B551CC811? ctrl:cmd=render&ctrl:window=forumgesundheitportal.channel_content.cmsWindow&p_menuid=63323&p_tabid=2&p_pubid=634997
Pressetext.de: Lärm gefährdet die Meeresbewohner. Wanderung und Reproduktion von Schiffsgeräuschen gestört: http://pressetext.de/news/090313025/laerm-gefaehrdet-die-meeresbewohner
Radio108komma8.de: Von der Pressekonferenz zum „Tag gegen Lärm“ http://www.radio108komma8.de/index.php?refme=/radiomacher/archiv.php&queme=act—-8
Sifatipp.de: Lärm gefährdet nicht nur das Gehör. http://www.sifatipp.de/fachwissen/fachartikel/arbeitsstatten/larm-gefahrdet-nicht-nur-das-gehor
Spiegel.de: Neues Sonar gefährdet Wale und Delfine. http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,118191,00.html
Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge
Tags:Arbeit, Beruf, Gesundheit, krank, Lärm, Meerestiere, Schule, Taubheit, Tierschutz, Umwelt
Veröffentlicht in 2009, Audio, Aufklärung & Prävention!, Berichte & Meldungen, Bildung, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), CD, Deutschland, Erschreckendes, Erwachsenenbildung, Flugverkehr, Forschung und Wissenschaft, Für einen guten Zweck, Genuß ohne Reue!, Gesundheit, Jetzt handeln!, Jugendarbeit, Kinderarbeit, Kindergarten, Klein anfangen!, Kostenloser Download, Krankheit, Küste - Watt & Meer, Lebensraum, Lesenswert, Links, Literatur, Lärm, Meereswelt, Multimedia, Natur, Naturpädagogik, Neu!, Pdf-Download, Politisches, Pädagogik der Kindheit, Schulpädagogik, Sehenswert!, Strövers Naturpaedblog, Strövers Seiten, Technisches, Tipp, Umweltbildung, Umweltpädagogik, Verbraucher, Waldpädagogik, Warnung!, Was sagt die Wissenschaft?, Wirtschaft, Wissen, Wissenstipps, Zitat, Zivilgesellschaft stärken!, menschlich, Ärgerlich!, Ökopädagogik | Keine Kommentare »
Freitag, 05. Juni 2009
Am diesjährigen Tag der Umwelt wird z. B. im Artikel “Ein Date mit unserem Planeten” von Anna Ripka u. a. wieder dazu aufgerufen, wenigstens einmal das Auto stehen zu lassen oder sonst irgendetwas zu unternehmen, was der Umwelt nicht schadet. Das heutige Motto heißt “Umweltschutz - für unsere Gesundheit” (Quelle: http://www.um.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/56898/). Wenn wir also nicht den Eigenwert der Natur erkennen, sollten wir wenigstens die Umwelt schonen, um letzten Endes uns selbst nicht zu schaden… Klingt bitter, aber natürlich können wir uns Menschen nicht einfach so von einer kranken Umwelt wegbeamen… jedenfalls noch nicht. Klar, dass eine verschmutzte und verseuchte Umwelt auch uns Menschen schädigt. Nun, andere halten es an diesem Tag ein wenig anders, sie proklamieren gleich jeden Tag als Umwelt(kinder)tag, was vielleicht nicht falsch ist. Doch warum sollten das nur Kinder so sehen? Manchmal glaube ich, dass gerade der Übergang ins Erwachsenenalter gleichzusetzen ist mit einer “Müllzeitperiode”. In keiner anderen Phase verliert der Mensch so viel Müll wie im besten Jugendalter. Es ist teilweise möglich, diverse Müllspuren einzelnen Jugendlichen zuzuordnen. Aber dennoch würde ich den Heranwachsenden nicht unbedingt empfehlen, sich die Erwachsenen als Vorbild zu nehmen. Hierzu ein nettes Beispiel aus dem Bereich Kernenergie. Vor genau 33 Jahren gab das Bundesministerium eine Broschüre “Kernenergie - Eine Bürgerinformation” heraus. Einige Auszüge sollen für sich sprechen:
“Anders als in einem Sprengsatz fehlt es jedoch in einem Reaktor an den Voraussetzungen für eine ungehemmte Kettenreaktion, die in kürzester Zeit lawinenartig anwächst und es zu einer Detonation führt. Denn dazu bedürfte es nicht nur eines Spaltstoffs aus fast reinem Uran-235 oder Plutonium-239, sondern auch eines Druckmantels, der den Spaltstoff für eine gewisse Zeit auf engstem Raum zusammenhält. In keinem Kernreaktor sind diese beiden Bedingungen erfüllt. Ein Kernreaktor ist deshalb keine ‘gezähmte Atombombe’. Auch bei einem Versagen technischer Einrichtungen kann es keine nukleare Explosion geben (vgl. BUNDESMINISTERIUM für Forschung und Technologie: 1976, S. 42) .”
“Auch wenn trotz dieser Sicherheitsmaßnahmen der Reaktor falsch gesteuert oder nicht geregelt würde, könnte es nicht zu einer Atom-Explosion kommen (vgl. BUNDESMINISTERIUM für Forschung und Technologie: 1976, S. 58) .”
“In der Bundesrepublik wird zur Lösung dieses (Einschub des Blogbetreibers: Abfall-) Problems ein Konzept verfolgt, daß die endgültige Lagerung weitgehend von menschlicher Betreuung und Bewachung unabhängig macht. Es gilt auch in anderen Ländern als optimal. Dieses Konzept umfaßt die Verfestigung der Abfälle und die Einlagerung in tiefliegende Salzstöcke (vgl. BUNDESMINISTERIUM für Forschung und Technologie: 1976, S. 85).”
“Die Wahl von Salzformationen als Endlager für radioaktive Abfälle ist im wesentlichen dadurch begründet, daß solche Salzstöcke bereits Millionen von Jahren ohne Verbindung zum Grundwasser existieren. Sie bieten somit hinreichende Sicherheit, daß die eingelagerten Abfälle nicht mit dem Lebensbereich von Mensch, Tier und Pflanzen in Berührung kommen (vgl. BUNDESMINISTERIUM für Forschung und Technologie: 1976, S. 86).”
Glücklicherweise gibt es Anbieter für all diejenigen, die sich Ökö-Strom ins Haus holen möchten. Doch bevor man auf unseriöse Anbieter reinfällt, informiert der mündige Leser sich lieber auf Webseiten von Umweltverbänden etc, wie z. B. Greenpeace:
http://www.greenpeace-energy.de
Einen schönen Umwelttag!
Silvio Ströver
Tags:1974, 2009, Bundesministerium für Forschung und Technologie, Fortschrittsglaube, GAU, Kernenergie, Radioaktivität, Strövers Naturpaedblog, Tag der Umwelt, Tschnernobyl, Umwelttag, Utopie
Veröffentlicht in 1974, 2009, Basisdemokratie, Belarus, Benutzte Literatur, Berichte & Meldungen, Bundesweite Aktion!, Deutschland, Dokumentation, Energie, Erschreckendes, Erwachsenenbildung, Es kommt immer anders..., Europa, Forschung und Wissenschaft, Gift, Historie, Internationales, Jetzt handeln!, Klimawandel, Konsum, Kostenlose Ausleihe, Kurios, Lebensraum, Lesenswert, Linde, Mitmach-Aktionen und Wettbewerbe, Müll, Natur, Naturschutz, Naturschutz ohne Chance?, Naturwissenschaft, Physik, Politisches, Radioaktivität, Sehenswert!, Sonst geht`s noch?, Strövers Naturpaedblog, Tag der Umwelt, Technisches, Tierschutz ohne Chance?, Tschernobyl, Umweltbildung, Umweltschutz, Verbraucher, Was sagt die Wissenschaft?, Wir lernen es nie..., Wirtschaft, Wissen, Zitat, Zivilgesellschaft stärken!, menschlich, unheimlich, Ärgerlich! | 1 Kommentar »
Dienstag, 02. Juni 2009

Einst hat es riesige (z. B. 40 km lange und 6 km breite!) Schwärme (vgl. HECKER; HECKER: 2009, S. 120) von dieser Libellenart gegeben, heute trifft man diese eher in überschaubarer Zahl an: Es handelt sich hierbei um die Vierflecklibelle (Libellula quadrimaculata).
Während die Männchen häufig auf deutlich sichtbaren Blättern oder Halmen vorzufinden sind, verstecken sich die Weibchen gut. So vor den Männchen geschützt, haben auch Fotografen ihre Mühe, sie vor die Kamera zu bekommen. Daher ist es sicher nicht anders zu erwarten, wenn auch hier “nur” ein männliches Exemplar gezeigt werden kann. Diese Libelle wurde am 31. Mai im Dortmunder Westfalenpark aufgenommen. Das Insekt befand sich typischerweise dort, wo es stehendes Gewässer gab. Die Namensgebung weist auf den Umstand hin, dass die Vierflecklibelle vier weitere (dunkle) Flügel-Flecken aufweist, sodass insgesamt acht Flecken zu zählen sind (vgl. HECKER; HECKER: 2009, S. 120). Viele andere Libellen haben insgesamt nur vier Flecken. Somit ist dieses Merkmal auch für den Laien in Sachen Libellenbestimmung sehr hilfreich.
Ergänzend zum letzten Libellen-Blogeintrag weise ich darauf hin, dass zwischen Groß- und Kleinlibellen unterschieden wird. Großlibellen (Anisoptera) haben einen sehr stabilen Hinterleib und fliegen im Gegensatz zu den Kleinlibellen sehr wendig. Die Kleinlibellen (Zygoptera) sind sehr schmal und vergleichweise zart gebaute Tiere, die nur sich eher schlecht durch die Lüfte bewegen können. Ihre Flügel sind nicht wie bei Großlibellen zu den Seiten hin gespreizt, sondern sind nach hinten hin gefalten (vgl. HECKER; HECKER: 2009, S. 106).
Silvio Ströver

Benutzte Literatur:
HECKER, Frank; HECKER, Katrin: Was lebt in Bach und Teich? 250 Tiere und Pflanzen. Stuttgart: Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, S. 106-107, 120-121).
Tags:2009, Bildung, Biologie, Entymologie, Fotografie, Jäger, Libelle, Libellula quadrimaculata, Makrofotografie, Natur, Naturpaedblog, Naturwissenschaft, Räuber, Ströver, Vierflecklibelle, Wissen
Veröffentlicht in 2009, Ansitzjäger, Ausbreitung, Begriffe, Benutzte Literatur, Beobachtung & Zählung, Besonderheiten, Biologie, Digitalkamera, Dokumentation, Dortmund, Entomologie, Etymologie, Europa, Fauna, Flugverkehr, Foto, Fotografie, Frank und Katrin Hecker, Frühling, Impressionen, Insekten, Insektenbilder, Insektenführer, Jäger, Kosmos Naturführer, Kurios, Lebensraum, Lesenswert, Libellula quadrimaculata, Literatur, Makro, Makrofotografie, Natur, Naturfotografie, Naturführer, Nordrhein-Westfalen, Nur nicht aufgeben!, Plattbauch, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Räuber, Sehenswert!, Strövers Insektenfotos, Strövers Naturpaedblog, Tierzug, Vierflecklibelle, Was sagt die Wissenschaft?, Wissen, Wissenstipps, unheimlich | Keine Kommentare »
Montag, 01. Juni 2009
Mit einem Bild aus dem Dortmunder Westfalenpark grüße ich alle Naturpaedblog-Leserinnen und -Leser und wünsche frohe Pfingsten!

Silvio Ströver
Tags:Dortmund, Feiertag, Gruß, Makrofotografie, Nordrhein-Westfalen, NRW, Pfingsten, Pfingstrose, Ströver, Strövers Naturpaedblog, Westfalen, Westfalenpark
Veröffentlicht in 2009, Blüten, Deutschland, Digitalkamera, Dokumentation, Dortmund, Flora, Foto, Fotografie, Frühling, Gartenpflanzen, Gruß, Impressionen, Links, Makro, Makrofotografie, Natur, Naturfotografie, Nordrhein-Westfalen, Park, Pfingstrosen, Rose, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Sehenswert!, Strövers Naturpaedblog, Strövers Seiten, Weblogs & Homepages | Keine Kommentare »
Samstag, 23. Mai 2009

Diese gelb-braun gefärbte (daher weibliche!) Libelle trägt den wissenschaftlichen Namen “Plattbauch” (Libellula depressa). Schnell sieht der Laie, dass der breite Hinterleib dieser Libellenart die Namensgebung beeinflusste. Interessanterweise fand ich diese Libelle häufig am gleichen Ort wieder und konnte sie in aller Ruhe fotografieren. Im Kosmos-Tierführer (2005) des Wilfried Stichmann und Erich Kretzschmar fand ich den Hinweis, dass der Grund darin liegt, dass es sich bei diesem Tier um einen sogenannten “Ansitzjäger” handelt (vgl. STICHMANN, Wilfried; KRETZSCHMAR, Erich: 2005, S. 294, Nr. 2).
“Ansitzjäger” heißen auch “Lauerjäger“, solche Tiere zeichnen sich dadurch aus, dass sie zum Teil gut getarnt an einem Ort verharren und geduldig auf Beute warten. Derart überrascht haben die zufällig herannahenden Beutetiere oft kaum eine Chance (vgl. Wikipedia: 2009: http://de.wikipedia.org/wiki/Lauerj%C3%A4ger).

Diese Fotos entstanden am 18. und 23. Mai 2009 (Dortmund) am selben Ort, ich vermute, dass es sich hier um ein und dasselbe Exemplar handelt.

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge
Benutzte Literatur:
STICHMANN, Wilfried; KRETZSCHMAR, Erich: Der Kosmos Tierführer. Über 1300 Farbfotos. Stuttgart: Franckh-Kosmos Verlag, 3. Auflage 2005, Seite 294-295.
Tags:Ansitzräuber, Begriffe, Bestimmung, Beute, Biologie, Entomologie, Erich Kretzschmar, Frühling, fressen, Insekten, Insektenbilder, Jagd, Kosmos Tierführer, Lauerräuber, Libelle, Libellen, Libellula depressa, Makro, Natur, Naturfotografie, Opfer, Plattbauch, Räuber, Strövers Naturpaedblog, Wilfried Stichmann, Wissen
Veröffentlicht in 2009, Ansitzjäger, Begriffe, Benutzte Literatur, Biologie, Digitalkamera, Dokumentation, Dortmund, Entomologie, Erich Kretzschmar, Fauna, Foto, Fotografie, Frühling, Impressionen, Insekten, Insektenbilder, Insektenführer, Kosmos Naturführer, Kostenloser Download, Lebensraum, Libellula depressa, Literatur, Makro, Makrofotografie, Natur, Naturfotografie, Naturführer, Naturwissenschaft, Nordrhein-Westfalen, Plattbauch, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Sehenswert!, Strövers Insektenfotos, Strövers Naturpaedblog, Strövers Seiten, Wiese, Wilfried Stichmann, Wissen | 1 Kommentar »
Montag, 18. Mai 2009

“Maikäfer flieg!
Der Vater ist im Krieg,
Die Mutter ist im Pommerland,
Und Pommerland ist abgebrannt.
Maikäfer flieg!”
Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Maik%C3%A4fer_flieg
Das traurige Volkslied von Johann Friedrich Reichhardt entstand offenbar während des 30-jährigen Krieges, der sich zwischen 1618 bis 1648 im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation ereignete. Verschiedene europäische Machthaber versuchten, die Vorherrschaft über dieses große Reich an sich zu reißen. Unter Europa stellte man sich damals eher eine Art Großreich vor, das nur von einem regiert werden sollte. Ein Nebeneinander von verschiedenen Staaten kannte man noch nicht (vgl. http://www.uni-potsdam.de/u/geschichte/mdk/index.htm). Neben dem Kampf um eine neue Verfassung kämpften die Katholiken gegen die Evangelischen. Je länger dieser Krieg andauerte, desto größer wurde die Not der Bevölkerung. Besonders schlimm traf es das nördliche Brandenburg und Teile Pommerns und Mecklenburgs (vgl. http://www.uni-potsdam.de/u/geschichte/mdk/index.htm), wo wir wieder beim Lied angelangt sind. Es starben ca. zwei Drittel der Pommerschen Bevölkerung (vgl. http://www.dradio.de/dlf/sendungen/lyrikkalender/616545/), die Liedstrophe ist also wörtlich zu nehmen. Ob mit dem Lied im tieferen Sinne der nordisch-germanische Weltenbrand gemeint sei, ist nicht bewiesen (vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Weltenbrand). Doch letzten Endes steht dieses Lied für unendliches Leid, das sich Menschen einander zugefügt haben.
Seltsam, dass dieses Lied heute noch als “Schlaflied” bekannt ist. So zeigen sich noch in der Gegenwart Spuren eines Krieges, der schon 361 Jahre zurückliegt. - Die hier gezeigten Fotos eines Maikäfers sind bereits einen Monat alt, sie stammen vom 18. April 2009. Erstmals war es mir möglich, ein lebendes Exemplar zu beobachten. Überhaupt fand ich in diesem Jahr einige Maikäfer vor, die z. T. relativ bewegungslos auf dem Bürgersteig oder im Gras lagen. Erst nach einiger Rechereche fand ich heraus, dass die männlichen Maikäfer im Gegensatz zu den Weibchen nur wenig fressen, wenn sich im Frühjahr (April-Mai) aus dem Boden krabbeln. Alle drei bis vier Jahre treten Maikäfer vermehrt auf, viele Maikäfer-Weibchen fressen in den gefürchteten “Maikäferjahren” ganze Bäume kahl (vgl.HORN, Hans; KÖGEL, Friedrich: 2008, S. 62). Nach der Begattung im April bzw. Mai suchen Maikäfer-Weibchen Löwenzahn-Wiesen auf und legen ca. 60 bis 80 Eier ungefähr in einer Tiefe von bis zu 20 cm ab. Nach vier Wochen schlüpfen die Engerlinge, die noch weitere vier bis fünf (in Norddeutschland!) Jahre unterirdisch leben und sich von Wurzeln ernähren. Schließlich verpuppen sie sich zum August hin. Zum Herbst schlüpfen die nun ausgewachsenen Maikäfer, nur, um sich wegen des anstehenden Winters sich wieder schnell vergraben zu müssen. Wird es im folgenden Frühjahr wieder warm, krabbeln die Maikäfer aus dem Erdversteck (vgl. STICHMANN, Wilfried; KRETZSCHMAR, Erich: 2005, S. 404). Der Zyklus beginnt wieder von vorn: Die männlichen Käfer begatten die Weibchen, die danach die Futterquellen aufsuchen. Die Männchen sterben nach der Begattung schnell. Daher verwundert es nicht, dass man zum Teil recht viele Käfer tot oder wie tot auf dem Boden liegen sieht. Doch dieser Maikäfer entpuppte sich als (noch?) recht lebendig:

Nachdem ich ihn eine Weile beim Krabbeln beobachten (und fotografieren) konnte,…

…nahm er eine bestimmte Position ein (siehe Foto):

…und flog dann schnell fort:

Ob auch dieser Käfer schon Geschichte ist?
Literatur-Tipp:
HORN, Hans; KÖGEL, Friedrich: Käfer. Merkmale, Vorkommen und Lebensweise. München: BLV Buchverlag GmbH & C. KG, 2., durchgesehene Auflage, 2008.
STICHMANN, Wilfried; KRETZSCHMAR, Erich: Der Kosmos Tierführer. Über 1300 Farbfotos. Stuttgart: Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, 3. Auflage, 2005.
Tags:2009, 30-jähriger Krieg, Biologie, Deutschland, Etymologie, Europa, Frühling, Geschichte, Käfer, Kindheit, Maikäfer, Naturpädagogik, Strövers Naturpaedblog
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