Frohe Weihnachten!
Donnerstag, 24. Dezember 2009Allen Schülern unbeschwerte Weihnachtsferien und allen Bloglesern und Blogleserinnen einen gesegneten Heiligabend und ein frohes Weihnachtsfest!
Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge
Pädagogisches Weblog:http://www.paedblog.de schon seit dem 01.11.2006
Pädagogisches Jobcoachblog: http://www.jobcoach.stroever.net seit dem 01.07.2008
(Mit allen importierten Beiträgen des früheren Berufswahlhilfeblogs vom 21.11.2006 - 01.07.2008)
Pädagogisches Naturpaedblog: http://natur.paedblog.de seit dem 01.07.2008
(Mit allen importierten Beiträgen des früheren Umweltpaednetblogs vom 15.11.2006 - 22.07.2008)
ströver.de: Das Original! Seit dem 16.05.2006
Allen Schülern unbeschwerte Weihnachtsferien und allen Bloglesern und Blogleserinnen einen gesegneten Heiligabend und ein frohes Weihnachtsfest!
Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge
Grafik: © http://www.wald-und-wiesen.de
Gerade bin ich über eine Berliner Einrichtung gestoßen, die zwei pädagogische Ansätze interessant verknüpft. Einerseits handelt es sich um einen wald- und naturpädagogischen Ansatz, der die Körperwahrnehmung und die Körperbewegung umfasst, andererseits um einen atelier- und werkstattpädagogischen Ansatz, in dem es schwerpunktmäßig um die Verarbeitung des (in der Natur) Erlebten geht.
Das ist eine, wie ich finde, gute Kombination, da tatsächlich zwei wesentliche Aspekte der kindlichen Entwicklung aufgegriffen werden:
Zum Einen lernen Kinder, je jünger, desto wichtiger ist dieser Umstand zu beachten, zunächst über das Konkrete. Das, was sie sehen, was sie hören bzw. direkt (primär) über ihre Sinne wahrnehmen, hilft ihnen, sich selbst und die Umwelt förmlich zu begreifen. Und wer sich im Wald versteckt hat, dort gewandert ist, etwas gebaut oder erklommen hat, wer sich mal ganz bewusst der Natur hingegeben hat mit all seinen Sinnen, der erlebt den Wald noch viel intensiver. Daher ist es sehr gut, wenn Kinder frühzeitig Gelegenheit haben, ihre Sinne z. B. in der Natur zu schulen, es reicht nicht aus, ihnen nur aus einem Tierbuch etwas vorzulesen. Sie nehmen im Wald Tiergeräusche wahr, ahmen diese oder jene nach und erleben, wie weich sich Mooskissen anfühlen. Sie sehen schöne Nacktschnecken oder große Waldameisen, beobachten Rehe oder Kröten, hören den Bach ins Tal hinab plätschern oder riechen das Harz der Bäume. Kinder werden dabei nicht überfordert, denn sie suchen sich das, was sie zum Lernen brauchen, selbst aus. Sie gehen quasi in den Bildungsmarkt “Wald” hinein und nehmen sich die verlockendsten Angebote heraus. So beginnen sich die Hirnverknüpfungen effektiv weiter zu verknüpfen, kurz, das Lernen macht Spaß. Solche Erfahrungen bieten später einmal eine solide Grundlage dafür, zu abstrahieren, schneller Parallelen und Regeln zu erkennen. Wenn ich über viele Vergleichsmöglichkeiten verfüge, kann ich schneller Gemeinsamkeiten und Unregelmäßigkeiten entdecken, Muster erkennen und bin dann immer weniger aus weitere Beispiele angewiesen (Deduktion statt Induktion). Diesen waldpädagogischen Ansatz durch die Betonung des Körpers dermaßen auszugestalten, kommt also der kindlichen Wahrnehmung zugute, die Welt mit den Händen zu fassen, die Welt zu “begreifen”, denn das Kind “denkt” noch viel stärker mit seinem ganzen Körper.
Der zweite Ansatz stillt das kindliche Bedürfnis, sich mitzuteilen. Oft kann das unmittelbar Erlebte nicht, oder manchmal nur schlecht, verbal adäquat wiedergegeben werden. Besonders den jüngeren Kindern fehlen noch viele Redewendungen und Worte, das Erlebte passend zum Ausdruck zu bringen. Eine künstlerische Ausdrucksmöglichkeit bietet die Chance, dass Kinder alternative Möglichkeiten finden, sich mitzuteilen. Nicht umsonst heißt es, “ein Bild sagt mehr als 1000 Worte”. Wenn Kinder malen, basteln oder sonstwie schöpferisch tätig werden, verfügen sie über zusätzliche Kanäle, ihre Gefühle und ihr Erleben zu zeigen. Alternativ zu diesem kunstpädagogischen Ansatz wären auch ein musikpädagogischer oder ein theaterpädagogische Ansatz denkbar.
Interessant ist auch die Begründung für diese Ansatz-Kombination:
“Mit dem Schwinden natürlicher Bewegungsräume im häuslichen Umfeld der Kinder wird es vor allem im Kindergarten immer wichtiger, dem Spielen im Freien viel Raum zu geben, um unmittelbare körperlich-sinnliche Erfahrungen zu ermöglichen. “
Quelle: http://www.wald-und-wiesen.de/Info_Kita_Konzept_deutsch.html
Die Begründung will also einen Ausgleich schaffen und erhält damit einen kompensatorischen Charakter. Es geht also darum, einen Mangel auszugleichen, einem Defizit zu begegnen.
Grafik: © http://www.wald-und-wiesen.de
Viele umwelt- und naturpädagogische Ansätze werden oft auch auch anders begründet. Einerseits wird der Naturpädagogik einen hohen Erlebniswert zu geschrieben. Kindern dürfe man nicht vorenthalten, die Natur mit eigenen Sinnen zu erleben. Hier taucht also ein erlebnispädagogisches Motiv auf, das Kinder miteinbeziehen will.
Eine andere Begründung ähnelt ein wenig der teleologischen Pädagogik der Aufklärung, die das hehre Ziel hatte, gleich eine ganze Menschengattung durch Vernunft und Moral zu verbessern. Über das Erleben der Natur soll also - um es ein wenig platt auszudrücken - eine zukünftige Generation von Baumliebhabern und Umweltschützern “produziert” werden. Möglicherweise handelt es sich auch eher um eine naturpädagogische Variante der Bindungstheorie? Auf jeden Fall geht es darum, irgendwie “bessere” Menschen zu erzielen, die in ein bestimmtes Verhältnis (zur Natur) gesetzt werden sollen. Ist nur die Frage, ob man nicht spätestens an diesem Punkt die Grenzen der Pädagogik überschreitet? Nun, das mag durchaus sein, doch eine Ausrichtung in die Zukunft ist, so denke ich, hier sicher nicht ganz verkehrt.
Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge
P.s.:
Ein Paedblog-Beitrag, der Sie interessieren könnte:
http://paedblog.de/2009/04/07/das-kompetente-kind
.
.
.
Eine interessante Webseite und ein dazugehöriges Weblog, auf die mich die “Lernplattform des Landes Bremens” (http://www.portal.schule.bremen.de) aufmerksam machte:
Auf der neuen Seite erfahren Sie, was aktuell in der Welt oder in Deutschland passiert oder können Meinungen und Standpunkte vorfinden (z. B. einen kritischen Ko
mmentar zur Umweltpolitik der Linken), lernen das Kopenhagener-Abc auswendig, sehen, wer sich wo engagiert und gleich mitmachen, Sie dürfen - ohne katholisch zu sein - zum Öko-Beichtstuhl gehen und Ihre Umweltsünden bekennen, spannende Öko-Blogs lesen, Tipps beherzigen und vieles mehr lesen oder gleich weiterklicken ins…
Header-Bild: © http://www.klima-luegendetektor.de
Alles frech, jung, politisch und sicher auch nicht perfekt, aber ein Klick dorthin lohnt sicherlich!
Öko-Gruß,
Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge
Inzwischen wurde wieder der Blogeintrag über sehr gute Biosiegel erneuert:
Sämtliche Bilddateien sind nun wieder sichtbar:
http://natur.paedblog.de/2008/04/19/den-bio-siegel-dschungel-durchforsten
Gruß
Silvio Ströver
Wie abhängig der Mensch von seiner Umwelt ist, merkt er in der Regel erst, wenn er in seinem Alltag nicht wie gewohnt agieren kann. So findet auch dieser erste Blogeintrag, den ich mit Hilfe meines Netbooks verfasse, unter erschwerten Bedingungen statt. Die Siutation: Situation: Ein schönes “Unwetter” (das ja auch ein Wetter ist), heftiger Regen und Gewitter nach einem schwül-warmen Tag. Für einige Zeit schien die Welt beinahe unterzugehen, so schüttete es. Keine Handy-Verbindungen, keine Internetmöglichkeiten… Menschen warten darauf, dass Züge wieder fahren. Erst lange, nachdem die dunklen Wolken sich wieder verzogen hatten, meldete die freundliche Stimme den nächsten Zug.
Nun denn, schnell die Verbindungen gecheckt und einen Naturpaedblogeintrag verfasst. Vielleicht ein guter Einstieg ins “Bahnblogging”.
Wie dem auch sei,
ein schönes Wochenende!
P.s.:
Bildmaterial (vom Handy) folgt in Kürze…
Nachtrag:
Da es gerade eine weitere Zwangspause gibt und der Zug wegen eines Blitzeinschlags nicht weiterfahren kann, fand ich noch Zeit, den obigen Tippfehler zu korrigieren und Blog-Tags einzufügen…
Nachtrag vom 25.07.2009:
Nun folgen hier drei Fotos, die - im Nachhinein betrachtet - die “Weltuntergangsstimmung” auf dem Hauptbahnhof nicht wirklich realistisch wiedegeben können. Vorn und hinten peitschten die Wassermassen nur so rein, sodass selbst die Bahnreisenden, die sich in der Mitte der Halle befanden, zum Teil nass wurden:
Mit einem Bild aus dem Dortmunder Westfalenpark grüße ich alle Naturpaedblog-Leserinnen und -Leser und wünsche frohe Pfingsten!
Silvio Ströver
Dass der Zeitverlauf tatsächlich von dem Faktor Geschwindigkeit abhängt, erklärt ein Lehrer namens Walter Fendt auf seiner Webseite:
Dort erfahren Sie u. a. etwas über:
Quelle:
Zusätzlich empfehle ich - ergänzend dazu - einen weiteren Link zur naturwissenschaftlichen Bildung:
Auf der Webseite der TU-Hamburg finden Sie eine Hausarbeit über Albert Einstein vor:
http://www.tu-harburg.de/rzt/rzt/it/einstein/einstein.html
Silvio Ströver
P.s.:
Lies auch dazu:
http://natur.paedblog.de/2009/04/05/naturpaedagogik-ist-mehr-als-nur-biologie
“Maikäfer flieg!
Der Vater ist im Krieg,
Die Mutter ist im Pommerland,
Und Pommerland ist abgebrannt.
Maikäfer flieg!”
Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Maik%C3%A4fer_flieg
Das traurige Volkslied von Johann Friedrich Reichhardt entstand offenbar während des 30-jährigen Krieges, der sich zwischen 1618 bis 1648 im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation ereignete. Verschiedene europäische Machthaber versuchten, die Vorherrschaft über dieses große Reich an sich zu reißen. Unter Europa stellte man sich damals eher eine Art Großreich vor, das nur von einem regiert werden sollte. Ein Nebeneinander von verschiedenen Staaten kannte man noch nicht (vgl. http://www.uni-potsdam.de/u/geschichte/mdk/index.htm). Neben dem Kampf um eine neue Verfassung kämpften die Katholiken gegen die Evangelischen. Je länger dieser Krieg andauerte, desto größer wurde die Not der Bevölkerung. Besonders schlimm traf es das nördliche Brandenburg und Teile Pommerns und Mecklenburgs (vgl. http://www.uni-potsdam.de/u/geschichte/mdk/index.htm), wo wir wieder beim Lied angelangt sind. Es starben ca. zwei Drittel der Pommerschen Bevölkerung (vgl. http://www.dradio.de/dlf/sendungen/lyrikkalender/616545/), die Liedstrophe ist also wörtlich zu nehmen. Ob mit dem Lied im tieferen Sinne der nordisch-germanische Weltenbrand gemeint sei, ist nicht bewiesen (vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Weltenbrand). Doch letzten Endes steht dieses Lied für unendliches Leid, das sich Menschen einander zugefügt haben.
Seltsam, dass dieses Lied heute noch als “Schlaflied” bekannt ist. So zeigen sich noch in der Gegenwart Spuren eines Krieges, der schon 361 Jahre zurückliegt. - Die hier gezeigten Fotos eines Maikäfers sind bereits einen Monat alt, sie stammen vom 18. April 2009. Erstmals war es mir möglich, ein lebendes Exemplar zu beobachten. Überhaupt fand ich in diesem Jahr einige Maikäfer vor, die z. T. relativ bewegungslos auf dem Bürgersteig oder im Gras lagen. Erst nach einiger Rechereche fand ich heraus, dass die männlichen Maikäfer im Gegensatz zu den Weibchen nur wenig fressen, wenn sich im Frühjahr (April-Mai) aus dem Boden krabbeln. Alle drei bis vier Jahre treten Maikäfer vermehrt auf, viele Maikäfer-Weibchen fressen in den gefürchteten “Maikäferjahren” ganze Bäume kahl (vgl.HORN, Hans; KÖGEL, Friedrich: 2008, S. 62). Nach der Begattung im April bzw. Mai suchen Maikäfer-Weibchen Löwenzahn-Wiesen auf und legen ca. 60 bis 80 Eier ungefähr in einer Tiefe von bis zu 20 cm ab. Nach vier Wochen schlüpfen die Engerlinge, die noch weitere vier bis fünf (in Norddeutschland!) Jahre unterirdisch leben und sich von Wurzeln ernähren. Schließlich verpuppen sie sich zum August hin. Zum Herbst schlüpfen die nun ausgewachsenen Maikäfer, nur, um sich wegen des anstehenden Winters sich wieder schnell vergraben zu müssen. Wird es im folgenden Frühjahr wieder warm, krabbeln die Maikäfer aus dem Erdversteck (vgl. STICHMANN, Wilfried; KRETZSCHMAR, Erich: 2005, S. 404). Der Zyklus beginnt wieder von vorn: Die männlichen Käfer begatten die Weibchen, die danach die Futterquellen aufsuchen. Die Männchen sterben nach der Begattung schnell. Daher verwundert es nicht, dass man zum Teil recht viele Käfer tot oder wie tot auf dem Boden liegen sieht. Doch dieser Maikäfer entpuppte sich als (noch?) recht lebendig:
Nachdem ich ihn eine Weile beim Krabbeln beobachten (und fotografieren) konnte,…
…nahm er eine bestimmte Position ein (siehe Foto):
…und flog dann schnell fort:
Ob auch dieser Käfer schon Geschichte ist?
Literatur-Tipp:
HORN, Hans; KÖGEL, Friedrich: Käfer. Merkmale, Vorkommen und Lebensweise. München: BLV Buchverlag GmbH & C. KG, 2., durchgesehene Auflage, 2008.
STICHMANN, Wilfried; KRETZSCHMAR, Erich: Der Kosmos Tierführer. Über 1300 Farbfotos. Stuttgart: Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, 3. Auflage, 2005.
Logo: © http://www.insektoid.info
Nach einer kleinen, virtuellen Unterbrechung geht es auch hier wieder weiter. Eine Blogleserin namens Silke
hat sich lobend im alten Insektumweltpaednetblog verewigt, dessen Inhalte (Beiträge wie Fotos) in dieses neue Naturpaedblog übergegangen sind, wie man z. B. unter dem Schlagwort “Insekten” in der rechten Blog-Spalte sehen kann). Aus diesem Grunde gibt es heute einen neuen Link-Tipp für Insektenfreunde:
Diese Webseite beinhaltet einige Fotos mit Beschreibungen zu Insekten, wenn auch viel Reklame mit dabei ist. Doch diese kann man getrost ignorieren und sich in aller Ruhe die Fotos anschauen, viel Spaß dabei:
Gruß,
Silvio Ströver

Heute Abend habe ich Blogbeiträge (über die Rübenblattwespe & einen Artikel über die Weichwanze) aus dem inzwischen nicht mehr weitergeführten Insektumweltpaednetblog hier in dieses Naturpaedblog-Archiv transferiert. Somit ist das Naturpaedblog-Archiv bis einschließlich September 2007 inhaltlich wieder komplett. In Bälde wird auch der restliche Inhalt aus dem früheren Blog über Insekten und Spinnentiere hier Eingang gefunden haben:
Viel Spaß beim Stöbern im Naturpaedblog-Archiv!
Silvio Ströver