Scheinheilige Klimapolitik?
Freitag, 18. Dezember 2009
Unglaublich! Da treffen sich die Länder dieser Erde in Kopenhagen, um angeblich etwas für die Umwelt zu tun, doch dann erfährt man von Campact.de, dass Nordrhein-Westfalens Politiker gestern trotz aller Proteste von Klimaschützern und Naturfreunden und gegen den Willen der Bevölkerung von Nordrhein-Westfalen den Klimaschutz-Paragrafen zugunsten von EON einfach so gestrichen haben. In vielen Bundesländern kommt man…
Grafik: © http://www.bund-nrw.de/themen_und_projekte/energie_klima/kohlekraftwerke
…offenbar E.ON, EnBW, RWE, Vattenfall und weiteren Energieunternehmen politisch entgegen, sodass sie zukünftig neue klimaschädliche Kraftwerke bauen bzw. dort weiterbauen können, wo bislang Klimaschützer erfolgreich einen Baustopp bewirkt hatten (vgl. http://www.bund-nrw.de/themen_und_projekte/energie_klima/kohlekraftwerke).
Campact.de schreibt u. a.:
‘”Eigentlich wollte die Regierung Rüttgers ihre Lex E.on still und heimlich durch den Landtag bringen. Doch daraus wurde nichts: Bevor die Mehrheitsfraktionen von CDU und FDP den Klimaschutz-Paragrafen aus dem Gesetz zur Landesentwicklung strich, unterschrieben über 63.000 Menschen unseren Appell “Keine Lex E.on!’”
Quelle:
http://www.campact.de/klima/sn8/signer
In Hamburg (vgl. http://www.robinwood.de/Moorburg.moorburg.0.html) beispielsweise befürchten besorgte Bürger und der NABU eine Steigerung der Kohlendioxid um 40 %, doch das ist nicht alles:
“Neben großen Mengen an gesundheitsschädlichem Feinstaub und giftigen Schwermetallen würden zusätzliche 8,5 Millionen Tonnen des Klimagifts Kohlendioxid in die Luft entweichen. Damit würden die Kohlendioxid-Emissionen Hamburgs um 40 Prozent zunehmen. “
Quelle:
http://hamburg.nabu.de/themen/klimaschutz/energie
Doch leider war auch in Hamburg die Industrie stärker als der Wille zum Umweltschutz.
Auch in Krefeld demonstrierten über 1000 Menschen gegen den Bau von neuen Kohlekraftwerken:
Und - wer erwartet etwas anderes - die Politik knickte wieder ein.
Auch wenn manch einer auf Kohlekraftwerke schwört, und immer wieder neue Kohlekraftwerke gebaut werden, so ist die umweltschädliche Gefahr nicht von der Hand zu weisen (vgl. http://www.umweltlexikon-online.de/fp/archiv/RUBenergie/Kohlekraftwerk.php oder http://nuv-online.de/?p=431).
Und so wird weiterhin auf Kosten von Umwelt und Gesundheit genehmigt und gebaut. Ich bin gespannt, wie lange diese sogenannte Übergangstechnologie eingesetzt wird…
Es können ja nicht alle so erfolgreich sein wie die Kieler: http://www.keine-kohle-kiel.de
