Mittwoch, 23. Dezember 2009
Foto: © Silvio Ströver: Weißdorn
Im Übrigen ist der Weißdorn, den ich erst neulich mit einer beerenfressenden Amsel abgebildet hatte, ein sehr wichtiger Strauch:
Laut Veronika Straaß haben sich 163 Insektenarten auf diese Pflanze spezialisiert, darunter befinden sich u. a. über 50 Schmetterlingsarten und viele Käferarten. Zudem ernähren sich über 30 Vogelarten und 17 Säugetierarten von dem Weißdorn. Daneben lassen sich diese Beeren z. B. mit Holunderbeeren gut zur Marmelade verarbeiten, sodass auch der Mensch von dem hohen Vitamin C-Gehalt profitieren kann (vgl. STRAAß: 2006, S. 158).
Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge
Benutzte Literatur:
Veronika Straaß: Das große BLV Naturbuch. Tiere und Pflanzen entdecken, beobachten, erleben. München: BLV Buchverlag GmbH & Co. KG, 2006, S. 158.
Tags:2009, Ökologie, Beeren, Biologie, Ernährung, Fauna, Flora, Holunder, Insekten, Lebensraum, Marmelade, Mensch, Nahrung, Natur, Pflanze, Säugetiere, Strövers Naturpaedblog, Tiere, Vögel, Weißdorn, Winter
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Samstag, 15. September 2007
Ein schöner immergrüner Strauch kann auch der Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) sein, den man als Sichtschutz in Form einer dichten Hecke pflanzen kann. Die dunklen bis schwarzen Beeren haben, so heißt es in der Wikipedia, beinahe giftfreies Fruchtfleisch, das in der Türkei gerne zu Marmelade verarbeitet würde (vgl. WIKIPEDIA: 2007, http://de.wikipedia.org/wiki/Kirschlorbeer).


Auf einer weiteren Internetseite wird ebenfalls darauf hingewiesen, dass das Fruchtfleisch im geringen Maße Gift enthalte: Für Mieter, die solche Giftsträucher im Garten und am Haus haben und deshalb um die Gesundheit ihrer Kinder fürchten, ist zu sagen, dass es offenbar kein Recht gibt, das dem Vermieter vorschreibt, den Kirschlorbeer aufgrund der Gesundheitsgefahr zu entfernen, so Nicola Quade im Elternforum (vgl. ELTERFORUM Kindersicherheit: 2007,
http://www.elternforum-kindersicherheit.de/ viewtopic.php?p=2805&sid=858cff5dc7012116d7e36f355b4af736).


Wenn auch die immergrüne Pflanze einen schönen Anblick bietet und guten Sichtschutz garantiert, ist inzwischen eher davon abzuraten, diesen Strauch zu kaufen und zu pflanzen, da er heimische Gehölze verdrängen kann und Tieren wenig Nahrung liefert. NABU Heinsberg weist darauf hin, dass es daher Sinn macht, bestehende Exoten bzw. Neophyten (ursprünglich in der heimischen Natur nicht vorkommende Neupflanzen) zusammen mit heimischen Sträuchern etc. anzupflanzen (vgl. NABU HEINSBERG: 2007, http://www.nabu-heinsberg.de/51005295c30dd8910/
51005295d10cb0d2e/index.html), damit ein gesunder Ausgleich entstehen kann. Somit finden Vögel und andere Tiere weiterhin ausreichend Nahrung, was mit dazu beiträgt, die Natur vor Ort zu bewahren.
Sicher hat es immer wieder auch in der Natur Beispiele gegeben, die auch gezeigt haben, dass der “Pflanzen-Import” auch eine Bereicherung der bestehenden Landschaft sein kann. Doch nicht immer ist das der Fall. Beispielsweise ist die in Deutschland sehr beliebte Forsythie mit ihren gelben Frühlingsblüten ein Strauch, der insektenfeindlich ist. Insekten meiden seine Blüten, doch auch andere Tierarten können nicht viel mit diesem Strauch anfangen: Die Tabelle auf der entsprechenden NABU-Seite zeigt eindrücklich, dass keine einzige, heimische Vogelart von diesem Strauch profitiert, während z. B. die bekannte Vogelbeere 63 Vogelarten ernähren oder sonstwie von Vögel genutzt werden kann (vgl. NABU HEINSBERG: 2007, http://www.nabu-heinsberg.de/51005295c30dd8910/
51005295d10cb0d2e/index.html).
Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge
Benutzte Literatur:
ELTERFORUM Kindersicherheit: Kirschlorbeer im Garten. 2007:
http://www.elternforum-kindersicherheit.de/ viewtopic.php?p=2805&sid=858cff5dc7012116d7e36f355b4af736
NABU HEINSBERG: Warum heimische Pflanzen? 2007, http://www.nabu-heinsberg.de/51005295c30dd8910/
51005295d10cb0d2e/index.html
WIKIPEDIA: Lorbeerkirsche. 2007, http://de.wikipedia.org/wiki/Kirschlorbeer
WICHTIGER Nachtrag (vom 17.09.2008):
Der obenstehende Blogbeitrag befand sich zuerst in einem meiner ersten Weblogs, die inzwischen nicht mehr existieren oder weitergepflegt werden. Daher wurde dieser Artikel ins neue Naturpaedblog transferiert. Heute (17.09.2008) habe ich nachträglich einige Aktualisierungen bzw. Korrekturen vorgenommen (Tags und Blog-Kategorien eingefügt, Fotos erneut hochgeladen).
Ab sofort werden meine diversen umweltpädagogisch-relevanten Blogbeiträge allesamt hier im Naturpaedblog erscheinen, das am 22.07.2008 gegründet wurde: http://natur.paedblog.de/2008/07/22/weblog-fusion-in-kuerze
Gruß, Silvio Ströver
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