Freitag, 10. Oktober 2008
Der auffällige Fliegenpilz (Amanita muscaria) gehört zu den bekanntesten Giftpilzen (Roter Fliegenpilz: Klasse: Basidiomycetes, Ordnung: Agaricales, Familie: Amanitaceae). Er gehört zu den gruppenbildenden Exemplaren, die zwischen Juni bis November fast überall (im Flachland und in bergigen Gegenden) im Unterholz des Waldes wachsen. Bei einer Pilzvergiftung verliert der Körper Flüssigkeit (Magen-Darm-Probleme, verstärkter Speichel- und Tränenfluss, schweißtreibende Wirkung). Der Pilz wirkt durch das Gift Muskarin wie ein Rauschmittel: Das Auftreten von Halluzinationen und ein Glücksempfinden, aber auch Krämpfe, können die Folge sein. Nicht selten fallen Vergiftete in einen anschließenden Tiefschlaf. Einige nordische Völker nutzten den Fliegenpilz traditionell für ihre Rituale (vgl. KÖNEMANN Verlagsgesellschaft mbH: 1999, S. 182 - 183).
Interessant ist hier der Umstand, dass durch den Verzehr von Fliegenpilzen altnordische Krieger zu gefährlichen Gegnern wurden. Sie hatten Schaum vor dem Mund, waren wie rasend, kannten keine Furcht und benahmen sich wie wild. Solche wildgewordenen Krieger wurden ehrfurchtsvoll als “die in Bärenhaut gehüllten”, also “Berserker” genannt! Manch ein Berserker bezahlte den Fliegenpilz-Genuss jedoch mit dem Tode (vgl. STRAAß: 2006, S. 160).
Und nun folgen einige Fotos, die ich heute in einem nahegelegenden Waldstück schoss…

Hierbei scheint es sich um einen recht alten Pilz zu handeln, da sein Hut (= Campanulat, vgl. KÖNEMANN Verlagsgesellschaft mbH:1999, S. 8 ) bereits zerfällt.

Der zweite Fliegenpilz scheint ein jüngeres Exemplar zu sein. Dessen Hut ist noch weitestgehend intakt, zudem steht der Pilz noch schön aufrecht (im Gegensatz zum vorherigen Pilz).

Tipp: Klicken Sie einfach auf das jeweilige Foto, um eine größere Ansicht zu erhalten!

Gruß,
Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge
Benutzte Literatur:
KÖNEMANN Verlagsgesellschaft mbH: Der grosse Pilz-Atlas. Köln: Könemann Verlagsgesellschaft mbH, 1999, S. 8, S. 182 - 183.
STRAAß, Veronika: Das große BLV-Naturbuch. Tiere und Pflanzen entdecken, beobachten, erleben. München: BLV Buchverlag GmbH & Co. KG, 2006, S. 160.
Tags:2008, Amania muscaria, Berserker, Biologie, Etymologie, Fliegenpilz, Herbst, Natur, Naturbildung, Naturfotografie, Pilze, Roter Fliegenpilz, Umwelt, Wald
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Sonntag, 19. November 2006
So ist das!
Der Herbst hat beinahe das ganze Wetter-Repertoire anzubieten:
War der sonnige Monatsanfang eher kühl bis sogar schon fast-frostig, wurde es in den letzten Tagen mit ca. 20 Grad Celsius wieder frühlingshaft warm. Der momentan anhaltende Sonne-Regen-Mix hat sogar etwas Aprilhaftes an sich.
Erst gestern noch konnte man die schöne Spätherbst-Sonne genießen, doch heute ist der Himmel wieder grau in grau.
Soweit ich aus eigener Erfahrung weiß, verhält es sich in unseren Breitengraden oft so, dass es bei frostigen Temperaturen oftmals sehr sonnig ist, während der Regen wärmere Temperaturen mit sich bringt. Mich würde natürlich interessieren, ob dem wirklich so ist, und falls dies so ist, warum?
Wie auch immer, hier folgen einige Foto-Impressionen der letzten 48 Stunden…
Fotos vom 18.11.06:




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Fotos vom 19.11.2006:
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(Alle in diesem Weblog veröffentlichten) Fotos: Copyright & Urheber-Rechte: Silvio Ströver
Nachtrag (vom 27.08.2008):
Der obenstehende Blogbeitrag befand sich zuerst im “Fotogenen Umweltpaednetblog”, das inzwischen nicht mehr weitergeführt wird. Nachträglich habe ich heute (27.08.2008) fehlende Fotos hier wieder einfügen können.
Ab sofort werden meine diversen umweltpädagogisch-relevanten Blogbeiträge hier im Naturpaedblog erscheinen, das am 22.07.2008 neu gegründet wurde: http://natur.paedblog.de/2008/07/22/weblog-fusion-in-kuerze
Gruß, Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge
Tags:2006, Atmosphäre, Herbst, Himmel, Impressionen, Naturfotografie, Pilze, Wetterschwankungen, Wolken
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