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Artikel mit ‘Strövers Naturpaedblog’ getagged

Entlang des Wikinger-Friesenwegs radelnd der Geschichte lauschen

Freitag, 09. Juli 2010

Wie ich kürzlich im Paedblog darauf hinwies, gibt es in Schleswig-Holstein die Alte Salzstraße, die die Familie bequem auch mit dem Fahrrad erkunden kann. Eine weitere umweltfreundliche Tour-Möglichkeit mit dem Rad bietet der Wikinger-Friesenweg, der ca. 170 km lang ist. Dieser Weg ist gespickt mit kulturellen Angeboten und mit einer schönen Besonderheit:

Entlang der Strecke, die die Nord- und Ostsee verbindet und zwischen St. Peter-Ording (http://de.wikipedia.org/wiki/Sankt_Peter-Ording) und Maasholm (Kreis Schleswig Flensburg / http://de.wikipedia.org/wiki/Maasholm) liegt, gibt es 60 Stationen, die mithilfe von Hördateien vorgestellt und erklärt werden. Entweder leiht man sich dazu ein Abspielgerät (Mp3-Player) aus oder lädt sich die Dateien vorab schon aus dem Netz kostenlos herunter:

http://www.wikinger-friesen-weg.de/audioguide-mp3.html

Logo: © http://www.wikinger-friesen-weg.de / Achten Sie während der Fahrt auf dieses Symbol!

Logo: © http://www.wikinger-friesen-weg.de /

Achten Sie während der Radtour auch auf dieses Symbol!

So macht das sportliche Lernen - vielleicht sogar mit der Schulklasse - Spaß, denn die ein- bis zweiminütigen Tracks beschreiben die jeweiligen Orte ziemlich gut, z. B. die Marschlandschaft an der Westküste oder die historischen Wikinger-Stätten an der Schlei.

Bevor ich mich selbst am Wochenende für zwei Wochen auf die Alte Salzstraße begeben werde, wünsche ich allen Naturpaedbloglesern und -leserinnen erholsame Sommerferien!

Gruß, Silvio Ströver

Benutzte Quelle:

sh:z Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag GmbH & Co. KG / http://www.shz.de/: Lust aufs Land: Tipps von Kennern und Adressen satt. Sonderveröffentlichung zu “Top Schleswig-Holstein 2010″, S. 12.

Böses Palmöl für die gute Küche?

Sonntag, 27. Juni 2010

Man sollte sich von allen Naturschutz-Organisationen regelmäßige Newsletter zuschicken lassen oder sich entsprechende Lesezeichen in den Explorer/Browser einbauen. Denn nach kritischen Nachrichten im Umweltbereich müsste man sonst möglicherweise intensiv recherchieren.

Logo: © Robin Wood / http://www.robinwood.de

Logo: © Robin Wood / http://www.robinwood.de

Robin Wood (Wood = englisch, steht für “Wald”) ist eine engagierte, gemeinnützige Umweltgruppe, die anfang der 1980er Jahre entstand, als in Deutschland das Waldsterben thematisiert wurde (Quelle: http://www.robinwood.de/UEber-uns.41.0.html). Kein Wunder, dass Robin Wood im Zeitalter der Globalisierung über den deutschen Tellerrand hinausblickt, was sich in der folgenden Nachricht niederschlägt:

In einer Pressemitteilung vom 11. Mai 2010 berichtete Robin Wood vom niederländisch-britischen Unilever-Konzern, der der größte Palmöl-Einkäufer ist.  Aufgrund der großen Nachfrage verdient der Konzern damit sein Geld, dass er den Großteil seiner Palmöl-Mengen aus Indonesien bezieht. Dieses Palmöl steckt hierzulande in vielen Produkten von  Rama, Langnese und Knorr. Dumm nur, dass der deutsche Verbraucher beim Kauf dieses billigen Fetts die Abholzung des indonesischen Regenwalds mitunterstützt. Momentan sieht es nicht so aus, als wäre der Palmöl-Boom am Ende, im Gegenteil, jährlich werden - so Robin Wood - geschätzte 600.000 Hektar Regenwald abgehauen und in Monokulturen für den Palmöl-Anbau umgewandelt (Quelle: http://www.robinwood.de/Newsdetails.13+M582da74f7dd.0.html). Klar, dass unschätzbar wertvoller Regenwald unwiderbringlich verlorengeht und nicht nur die Tier- und Planzenwelt darunter leidet, sondern auch der Mensch, der sich selbst seiner Sauerstoff produzierenden Wälder beraubt und mit dazu beiträgt, dass der Klimawandel so verstärkt wird.

 

Um  auf das Thema aufmerksam zu machen, dass in deutschen Küchen quasi Regenwald verbrutzelt wird, hat Robin Wood bereits einige Aktionen unternommen und auch noch einen kostenlosen Aufkleber (Rama-Frau mit Kettensäge) für Unterstützerinnen und Unterstützer herausgegeben:

Schmieriges Rama?

Aufkleber-Bild: http://www.robinwood.de/shop/kategorie/specials#aufkleber-qramaq

Auf der Robin Wood-Seite können Sie sich einen Aufkleber gratis bestellen und der Palmöl-Industrie somit kritisch zeigen, was Sie davon halten…

Guten Appetit

Silvio Ströver

 

Korrektur zur Blutbär-Raupe

Sonntag, 27. Juni 2010

Am 08.07.2008, also vor fast zwei Jahren, schrieb ich einen Artikel über die Blutbären-Raupe, die sich vom gelben Jakobs-Greiskraut ernährt. Da die Falter der Blutbären-Raupe sehr den Schmetterlingen der Familie der Widderchen ähneln, kam es dabei zu einer Verwechslung, die dank eines aufmerksamen Naturpaedblog-Lesers geklärt werden konnte. Genauere Informationen darüber finden Sie im früheren - inzwischen korrigierten - Blogartikel:

http://natur.paedblog.de/2008/07/08/the-best-of-30052008-03-blutbaer-tyria-jacobaeae

Gruß,

Silvio Ströver

Auf den Spuren der Wellhornschnecken (Buccinum undatum)

Samstag, 15. Mai 2010

Föhrer Strand / Foto: © Silvio Ströver

 Föhrer Strand / Foto: © Silvio Ströver

Der 24.04.2010  auf der Insel Föhr lud förmlich dazu ein, auf naturkundliche Entdeckungstour zu gehen. Sicher waren einige Touristen mit ihren Kindern auf der Suche nach Muscheln und Schnecken…

Wellhornschnecken / Foto: © Silvio Ströver

Wellhornschnecken / Foto: © Silvio Ströver

Die leeren Gehäuse der Wellhornschnecken (Buccinum undatum) sind jedenfalls sehr beliebte Sammelobjekte. Manche naturpädagogische Projekte werden gestartet, um Kindern (direkte, primäre) Erfahrungen mit den Bewohnern des Watts zu ermöglichen. Schnecken und Muscheln lassen sich nämlich nicht nur als Dekorationsmaterial verwenden, sondern stellen oft auch Erinnerungsstücke dar. Kinder heben solche Schnecken oft wie einen Schatz auf oder verschenken diese an ihre Eltern oder Freunde. Kein Wunder, dass es immer wieder Spaß macht, mit Kindern auf Entdeckungstour zu gehen. Dass es sich bei den Fundstücken jedoch um tote Kalk-Reste von einst lebenden Tieren handelt, ist nicht jedem Kind gleich bewusst. Auf der BR-Webseite wird verständlich erklärt, wie sich z. B. Muscheln bewegen, was für einen Körper sie haben und was sie gerne fressen oder wie sie Luft holen können: http://www.br-online.de/kinder/fragen-verstehen/wissen/2005/01026/popup.shtml?08

So erkennen Kinder, dass die toten Muschel-Schalen, die sie am Strand finden, genauso wie die leeren Schneckenhäuser nicht mehr viel mit den lebenden Exemplaren gemein haben.

Wer also noch nie eine lebende Wellhornschnecke gesehen hat, sollte sich wenigstens einmal auf der folgenden Webseite umschauen. Dort finden Sie nicht nur schöne Fotos einer solchen Schnecke vor, sondern auch noch wissenschaftlich aufbereitete, interessante Informationen (auch über andere Tiere), wie z. B. den Hinweis:Die Lebenserwartung, rechnet man nicht den Faktor Mensch, beträgt etwa 10 bis 15 Jahre. ” :

http://www.weichtiere.at/Schnecken/index.html [Dort auf das “Kapitel” Wellhornschnecke (Buccinum undatum) klicken!]

Gruß,

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Sonne, Strand und Spuren im Föhrer Sand

Freitag, 14. Mai 2010

Der 24. April war sonnig und warm, weil die Sonne hoch am Himmel stand.  Möwen kreischten von fern, ein lauer Wind wehte über die Küste, vereinzelt waren Menschen am Strand…

Sonne pur / Foto: © Silvio Ströver

Sonne pur / Foto: © Silvio Ströver

 Ebbe / Foto: © Silvio Ströver

Ebbe / Foto: © Silvio Ströver

Ein schöner Tag auf der Insel Föhr:

So konnte ich einige Fotoaufnahmen machen, wie auch hier schon berichtet:

http://natur.paedblog.de/2010/04/29/neue-impressionen-aus-dem-hohen-norden-in-kuerze

http://natur.paedblog.de/2010/05/08/endlich-foehrien

http://natur.paedblog.de/2010/05/08/ein-meer-von-muscheln

Nicht nur im Schnee oder auf schlammigem Untergrund,

sondern auch auf dem Sand kann man natürlich Tierspuren entdecken…

Ob diese Spur im Sand dem Austernfischer gehört?

Spuren im Watt / Foto: © Silvio Ströver

Spuren am Strand / Foto: © Silvio Ströver

Wer übrigens mal wissen will, welche Watten-Bewohner es gibt, kann sich auf einer von Schülern erstellten Webseite umschauen. Dort gibt es eine Übersicht über einige Tiere, die typisch für die Welt des Watts sind:

http://www.wellermanns.de/Gerhard/Diverse_Seiten/Bio/wattenmeer_tiere.htm#Mancherorts

und auf dieser Seite erfahren Sie Einiges mehr über den Lebensraum “Watt” und können sich an einigen Aufgaben und am Quiz  (entwickelt für die 5. Klasse) ausprobieren:

http://www.wellermanns.de/Gerhard/Diverse_Seiten/Bio/wattenmeer.htm

Viel Spaß dabei,

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Sonne satt / Foto: © Silvio Ströver

Sonne satt / Foto: © Silvio Ströver

 

“Hier berühren sich Himmel und Erde”

Donnerstag, 13. Mai 2010

“Nach mir die Sintflut, das geht nicht mehr” hieß es heute Morgen treffend in München.

So wurde auf dem 2. Ökumenischen Kirchentag (12.-16.05.2010)  in München, der diesmal mit dem Bibelwort “Damit ihr Hoffnung habt” (aus dem 1. Petrusbrief im Neuen Testament, Kapitel 1, Vers 21) überschrieben ist, von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) ein gänzlich neuer Feiertag angekündigt, der in meinen Augen längst überfällig war. Umso schöner, die folgende Meldung zu vernehmen:

Deutschlandweit wird es nun einen sogenannten “ökumenischen Schöpfungstag” geben. Es gibt, so die Begründung auf der ACK-Webseite (http://www.oekumene-ack.de/Publikationen-Detailau.65.0.html?&tx_wbpublica_pi1[showUid]=66), bereits eine lange Tradition, dass Christinnen und Christen in allen Kirchen und Gemeinden sich besonders für die Schöpfung einsetzen. Weiterhin heißt es: “Die Kirchen wollen ein sichtbares Zeichen für die Wahrnehmung der Umwelt-problematik und den bewussten Umgang mit der Schöpfung setzen. Dies geschieht ausdrücklich auf der Grundlage des gemeinsamen christlichen Glaubens an Gott, den Schöpfer” (http://www.oekumene-ack.de/Meldung.49.0.html?&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=305&tx_ttnews[backPid]=1&cHash=74100af41e).

Daran anknüpfend hat man die Idee aus der orthodoxen Kirche gerne aufgegriffen, sich auf ein Datum zu einigen, um gemeinsam in einem festgelegten Zeitraum alljährlich die Schöpfung GOTTES besonders zu feiern und für sie einzutreten, z. B.  im Gebet, im Lob GOTTES und selbstverständlich auch im konkreten Handeln. Dieser neue ökumenischen Schöpfungstag wird konkret immer am ersten Freitag im September bundesweit gefeiert. Zusätzlich steht es den einzelnen Kirchen und Gemeinden frei, sich in der Zeit vom 01.09.-04.10. in ganz besonderer Weise für die Bewahrung der Schöpfung zu engagieren.

“Die erste zentrale Feier zum gemeinsamen Tag der Schöpfung findet in diesem Jahr mit einem ökumenischen Gottesdienst am Freitag, den 3. September 2010, um 17 Uhr in der griechisch-orthodoxen Kirchengemeinde Hl. Johannes der Täufer zu Brühl statt.”

Quelle:

http://www.oekumene-ack.de/Meldung.49.0.html?&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=303&tx_ttnews[backPid]=24&cHash=3f10d0ff06

Die ACK hat für die Gottesdienst-Vorbereitung eine Broschüre herausgegeben, die Sie sich hier downloaden können:

http://www.oekumene-ack.de/uploads/tx_wbpublica/Schoepfung_feiern_02.pdf

Bild: © http://www.oekumene-ack.de

Bild: © http://www.oekumene-ack.de

Diese ökumenische Bewegung macht deutlich, dass der Umweltschutz viele, unterschiedliche Menschen betrifft. Naturschutz ist nicht nur engagierten Umwelt-Aktivisten wichtig oder spielt - zunehmend - auch in der Umweltpolitik eine Rolle, Naturschutz ist auch nicht nur eine Sache des umweltbewussten Verbrauchers, sondern ist tief verwurzelt gerade im christlichen Glauben. Traditionell wurden die biblischen Worte “macht euch die Erde untertan” (aus 1. Mose 28) häufig missbraucht, um menschliche Gewinninteressen durchzusetzen.

Dazu empfehle ich die Lektüre des folgenden Artikels von Elisabeth Hartlieb [Ev. Theologie/Philipps-Universität Marburg (Quelle: http://www.staff.uni-marburg.de/~hartlieb)]: “Macht euch die Erde untertan?” (Religion und Umwelt, Politische Ökologie 48, September/Oktober 1996) http://www.auf.uni-rostock.de/oekotext/maria/oekotext/programm/seite5/p48artikelc.pdf

Alternativ dazu ein aktuellerer Artikel aus dem Jahre 2006 von Gerhard Liedke [von 1968 bis 1978 wiss. Referent bei der Forschungsstätte der Ev. Studiengemeinschaft in Heidelberg; von 1982 bis 1989 Umweltbeauftragter der badischen Landeskirche (Quelle: siehe folgenden Link)]: “Auch die Schöpfung wird befreit werden… und machet sie euch untertan! http://www.jungekirche.de/2006/106/liedke.html

Wer sich über aktuelle Medien und Materialien aus dem Bereich Umweltpädagogik, Naturschutz und Religionspädagogik informieren möchte, kann dies u. a. gut auf der Webseite der “überkonfessionellen Plattform für Religionspädagogik und Religionsunterricht der Evangelischen Kirche in Deutschland” tun: http://www.rpi-virtuell.net/index.php?p=suche_uebersicht#s=&m=1&mt=60400&dspp=6&styp=2&hl=0&p=1

Logo: © http://www.rpi-virtuell.net

Logo: © http://www.rpi-virtuell.net 

Ihnen heute einen erholsamen Christi-Himmel-Fahrts-Tag,

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Ein Meer von Muscheln

Samstag, 08. Mai 2010

…möchte man meinen, wenn man das folgende Foto sieht:

Herzmuscheln (Copyright & Urheberrechte: Silvio Ströver)

Hier sieht man viele Herzmuscheln, die von den Wellen an den Strand angeschwemmt wurden. Es ist also nicht so, dass ich etwa die Muscheln dekorativ für`s Bild aufeinandergeschüttet hätte. Georg Quedens schreibt in seinem Buch “Natur erleben an der Nordsee und Ostsee”, dass die Herzmuscheln mit den Miesmuscheln zu den häufigsten Muschelarten an der Nordsee gehören. Normalerweise graben sie sich “fingertief” ein, um nicht von den Großmöwen gefressen zu werden.  Menschen mögen seit der Steinzeit das Fleisch vieler Herzmuscheln, doch ist die Herzmuschelfischerei in Deutschland verboten worden, weil diese Art des Fischens den Tod vieler anderer Tiere bedeutete.  Interessant übrigens, dass diese Muschelart in der Ostsee mit dem weniger werdenden Salzgehalt stetig kleiner wird (vgl. QUEDENS: 2005, S. 67, 75).

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Endlich Föhrien!

Samstag, 08. Mai 2010

Und hier die angekündigte Fortsetzung:

Das “Fenster zur Nordsee” war der Start in meine “Föhrien”: Mit einer Fähre ging es zur Insel Föhr. Am Wyker Fähranleger angekommen, wurden wir Ankömmlinge begrüßt:

Willkommen auf Föhr (Copyright & Urheberrechte: Silvio Ströver)

Das ließ ich mir nicht zweimal sagen…

Ein erster “Haltepunkt” war der Glockenturm und Wahrzeichen der Stadt Wyk, die übrigens im August ihr Einhundertjähriges feiert, weil sie die einzige Gemeinde des Föhr-Amrum-Amtes ist, die Stadtrechte besitzt (http://www.amt-foehr-amrum.de/fg_wyk.htm).

Wyker Glockenturm (Copyright & Urheberrechte: Silvio Ströver)

Danach ging es mit einem ausgeliehenem Fahrrad in südwestliche Richtung der Insel weiter. Denn Föhr lässt sich bekanntlich gut mit dem umweltfreundlichen Bike erkunden, zumal eine Föhrer Broschüre mit dem Titel “Friesische Karibik” darauf hinweist, dass es ein bis zu 144 km ausgebautes Radwegenetz gibt. Interessanterweise finde ich allerdings im Heft “Land & Meer - Das Magazin für den Norden Deutschlands (Die Jahresausgabe 2010)” die Information, dass die Radwege sogar 440 km lang sein sollen. (Jeder möge die Daten am besten selbst per Fahrrad überprüfen…) ;-)

Die als “grüne Insel” bekannte Insel, die vor der Groten Mandränke (http://www.ndr.de/kultur/geschichte/nordsee128.html) bzw. vor 648 Jahren noch Festland gewesen war (http://www.foehr-digital.de/history.aspx), liegt heute relativ windgeschützt hinter den Inseln Amrum und Sylt, was man gut auf der folgenden Wikipedia-Karte sehen kann: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Nordfriesisches_Wattenmeer_D_JM.png&filetimestamp=20071216160700

 

Sehr wahrscheinlich ist das auch der Grund, weshalb die Vegetation dort etwas üppiger als auf den anderen, ungeschützteren Inseln ausfällt.

 

Föhr liegt inmitten einer ca. 450 km lang ausgedehnten Wattenlandschaft Schleswig-Holsteins. Dank der mühsam erkämpften Erklärung (vgl. STOCK, BERGMANN, ZUCCHI: 2007, S. 155) vieler dieser Küstengebiete zum Nationalpark im Jahre 1985 bietet diese einzigartige Wattenlandschaft seitdem über 250 Tier- und Planzenarten Schutz, gleichwohl nur wenige Gebiete für menschliche Besucher gänzlich gesperrt sind (http://www.foehr.de/insel/nationalpark-wattenmeer).

 

Föhr befindet sich zwar  - wie Sylt, Amrum, Pellworm und Nordstrand - außerhalb dieses Nationalparks  (vgl. STOCK, BERGMANN, ZUCCHI: 2007, S. 158-159), obwohl zwischen der Insel und dem Festland einige Abschnitte auch als Schutzzone 1 ausgewiesen wurden. Diese Stufe 1 bedeutet den höchstmöglichen Schutz für Seehundbänke, Brutkolonien, Mauserplätze für Zugvögel und für zentrale Gebiete mit Nahrung (vgl. STOCK, BERGMANN, ZUCCHI: 2007, S. 160).

 

Zusammen mit dem niedersächsischen Nationalpark und dem Hamburger Nationalpark bilden diese länderspezifischen Schutzgebiete einen zusammenhängenden Schutzraum, der - trotz früherer Befürchtungen - inzwischen sehr gut von allen Beteiligten angenommen wird. -

 

Die Fahrrad-Tour in Richtung Süd-West führte an  der ev. Sankt Nicolai-Kirche vorbei…

St. Nicolai-Kirche (Copyright & Urheberrechte: Silvio Ströver)

…bis nach Nieblum, einem schönen Friesendorf mit vielen reetbedeckten Häusern:

Reetbedecktes Haus in Nieblum (Copyright & Urheberrechte: Silvio Ströver)

Danach vorbei an der Borgsumer Mühle:

Mühle in Borgsum (Copyright & Urheberrechte: Silvio Ströver)

Kurz vor dem geplanten Strandbesuch konnte ich Ringelgänse, die zwischen Februar und Mai besonders häufig an der Nordseeküste anzutreffen sind (vgl. QUEDENS: 2005, S. 48 - 49), fotografieren. Diese Zugvögel machen Rast, um sich auf Salzwiesen und in der Süßwasser-Vegetation zu laben, sodass sie gestärkt zu ihren arktischen Brutplätzen weiterfliegen können.

Ringelgänse auf der Südseite von Föhr (Copyright & Urheberrechte: Silvio Ströver)

Fortsetzung folgt… Strandbilder gibt es in Kürze…

Gruß,

Silvio Ströver

Benutzte Literatur (Auszug):

STOCK, Martin; BERGMANN, Hans-Meier; ZUCCHI, Herbert: Watt. Lebensraum zwischen Land und Meer. Heide: Boyens Buchverlag, 2007.

QUEDENS, Georg: Natur erleben an der Nordsee und Ostsee. Was man alles am Strand finden und beobachten kann. München: BLV Buchverlag, 2005.

Neue Impressionen aus dem hohen Norden in Kürze

Donnerstag, 29. April 2010

 Dagebüll (am 26.04.2010) Copyright by Silvio Ströver

Moin!

Erst am vergangenen Wochenende hatte ich [dank einer schönen Familienfeier]  :-)  die seltene Gelegenheit, dem hohen Norden einen (leider viel zu) kurzen Besuch abzustatten.  Klar, dass die Kamera mit dabei war. Einige, ausgesuchte Naturfotos werde ich in Kürze hier zeigen. Vorab schon mal ein erstes Foto von Dagebüll - geschossen an diesem Montagabend.

Bis dahin,

Silvio Ströver

Happy Earthday 2010!

Donnerstag, 22. April 2010

Happy Earthday 2010 - Header: © http://www.earthday.de

Header: © http://www.earthday.de

Mit dem heutigen Earthday-Slogan grüße ich alle Naturpaedblog-Leser/-innen zum heutigen Earthday (”Tag der Erde”):
“Wir haben Lust auf grüne Zukunft!
Wir wollen klug verbrauchen, um nachhaltig zu leben!”

Ich fasse das mal so zusammen:

Umweltschutz macht Spaß, erfordert etwas Köpfchen und bringt Zukunft!

Klingt gut,

grüne Grüße!

Silvio Ströver